Viele Belgier fühlen sich vom Handy abhängig

<p>Das Smartphone ist ständiger Begleiter – doch für viele Belgier wird die Balance zwischen digitaler Nutzung und realem Leben zunehmend zur Herausforderung.</p>
Das Smartphone ist ständiger Begleiter – doch für viele Belgier wird die Balance zwischen digitaler Nutzung und realem Leben zunehmend zur Herausforderung. | Foto: picture alliance/dpa

Im Mittelpunkt steht die sogenannte digitale Balance, also die Zufriedenheit mit der Aufteilung zwischen Bildschirmzeit und Aktivitäten außerhalb des Netzes. Dabei zählt weniger die Dauer der Nutzung als deren subjektive Wahrnehmung.

Laut Studie sind 46,9 Prozent der Belgier mit ihrer digitalen Balance zufrieden, während sich 38 Prozent als abhängig vom Smartphone bezeichnen. Bei jungen Erwachsenen steigt dieser Anteil auf 58 Prozent. Gleichzeitig zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang mit dem Wohlbefinden: 53,4 Prozent der sehr Zufriedenen fühlen sich auch sehr glücklich, bei den sehr Unzufriedenen sind es 18,1 Prozent. Auch die innere Ruhe fällt bei Zufriedenen deutlich höher aus.

Menschen mit niedriger digitaler Balance berichten zudem häufiger von Einsamkeit. Fast vier von fünf sehr Unzufriedenen geben an, sich zumindest mäßig einsam zu fühlen. Allerdings liegt dieser Anteil auch bei den sehr Zufriedenen noch bei über der Hälfte. Besonders kritisch fällt die Lage bei jungen Erwachsenen aus, von denen nur 36 Prozent mit ihrer Balance zufrieden sind.

Jüngere sprechen sich zudem häufiger für Einschränkungen aus. 45 Prozent der 18- bis 34-Jährigen befürworten Maßnahmen zur Begrenzung der digitalen Nutzung bei Erwachsenen, bei den über 65-Jährigen sind es 25 Prozent. Für Minderjährige liegt die Zustimmung in der Gesamtbevölkerung bei 71 Prozent. Die Forscher betonen, dass sich digitales Verhalten und Wohlbefinden gegenseitig beeinflussen. Als Ausgleich werden soziale Kontakte, kreative Tätigkeiten und Zeit in der Natur genannt. (belga/svm)

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