Wettbewerbsbehörde prüft Praktiken von AutoScout24

<p>Die Online-Plattform AutoScout24 steht in Belgien im Fokus der Wettbewerbsbehörde.</p>
Die Online-Plattform AutoScout24 steht in Belgien im Fokus der Wettbewerbsbehörde. | Foto: GrenzEcho

Im Zentrum der Ermittlungen steht die Nutzung der Plattform durch professionelle Fahrzeugverkäufer. „Für Händler bedeutet es einen erheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand, alle Informationen zu einem Fahrzeug auf einer Plattform wie AutoScout24 einzutragen“, erklärte der Generalauditor der Wettbewerbsbehörde, Damien Gerard.

Die zentrale Frage sei daher, ob AutoScout24 den einfachen Transfer dieser Daten zu anderen Verkaufsplattformen erschwere. Genau das soll nun die Untersuchung klären.

Sollte sich bestätigen, dass der Export der Daten tatsächlich behindert wird, könnte dies laut der Wettbewerbsbehörde Händler davon abhalten, ihre Fahrzeuge auf mehreren Plattformen gleichzeitig anzubieten. Das wiederum könnte den Wettbewerb einschränken.

Nach einer ersten Analyse der Beschwerde und weiterer gesammelter Informationen sieht die Behörde bereits „ernsthafte Hinweise auf einen möglichen Verstoß gegen die Wettbewerbsregeln im Zusammenhang mit einem möglichen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung“.

Die eingeleitete Untersuchung ist daher formell. Im Falle eines nachgewiesenen Verstoßes kann die Wettbewerbsbehörde Geldstrafen von bis zu zehn Prozent des gesamten Unternehmensumsatzes verhängen. (belga/calü)

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