Mehr Nachfrage: Spanien könnte für Spätbucher deutlich teurer werden

<p>Menschen sonnen sich am Strand von Arenal auf Mallorca.</p>
Menschen sonnen sich am Strand von Arenal auf Mallorca. | Foto: picture alliance/dpa

Grund dafür ist eine Verschiebung bei den Reiseplänen vieler Urlauber. Angesichts der angespannten Lage im Nahen Osten zögern zahlreiche Reisende derzeit, klassische Ferienziele wie Ägypten oder die Türkei zu buchen. Stattdessen rücken westlichere Destinationen stärker in den Fokus – etwa Spanien, Portugal, Kap Verde oder Marokko.

Für Urlauber, die ihre Reise bereits reserviert haben, besteht laut TUI kein Grund zur Sorge. Die Hotelpreise seien zum Zeitpunkt der Buchung festgelegt und könnten von den Hotels nicht nachträglich erhöht werden.

Anders könnte es jedoch für Spätentschlossene aussehen. „Wer jetzt noch buchen will, wird für Spanien immer weniger Sonderangebote oder Last-minute-Rabatte finden“, erklärt TUI-Sprecher Piet Demeyere. Das liege schlicht am Verhältnis von Angebot und Nachfrage. „Die spanischen Hoteliers wissen, dass die Nachfrage steigt – sie werden daher kaum mit Rabatten um sich werfen.“

Die Branche geht davon aus, dass Spanien in diesem Sommer in vielen europäischen Ländern besonders gefragt sein wird. Entsprechend könnten verfügbare Hotelzimmer schneller knapp werden.

Ähnliches gilt auch für Flugtickets nach Südeuropa. Zwar habe sich TUI gegen steigende Kerosinpreise abgesichert, doch auch bei Flügen spiele die Nachfrage eine entscheidende Rolle für die Preise, so Demeyere.

Wie stark die Preise für Last-minute-Pauschalreisen nach Spanien im Vergleich zum Vorjahr steigen könnten, lasse sich derzeit schwer abschätzen. „Das hängt davon ab, wie lange der Konflikt anhält. Aber günstiger wird es sicher nicht“, sagt Demeyere. Die Chance auf ein besonders attraktives Last-minute-Angebot für Spanien oder Portugal sei in diesem Jahr eher gering.

Umgekehrt könnte sich die Situation für andere Ziele entwickeln: Für Flugreisen in Länder wie Ägypten oder die Türkei könnten die Preise wegen der geringeren Nachfrage sogar sinken. (belga/calü)

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