„Es war ein erfolgreiches Wochenende“, bilanziert Yves Veithen, stellvertretend für das Unternehmen H.P. Linden, das auf der IMO einen Einblick in ein neues Immobilienprojekt in St.Vith gewährte und über das Passiv-Massivbausystem Pamaflex informierte. „Wir stellen fest: Der Bausektor zieht wieder an. Es haben sich viele Besucher bei uns informiert, sowohl für Einfamilienhäuser als auch für Wohnungen. Es war ein interessanter Mix dabei.“
Pascal Otten von Baustoffe Piront bestätigt diesen Eindruck: „Wir sind bereits zum dritten Mal in St.Vith dabei und sind vom Mehrwert überzeugt. Am Ende ist es schwierig zu beziffern, wer durch die IMO auf uns aufmerksam geworden ist, aber wir stellen in jedem Fall fest, dass wir im Anschluss einige Folgetermine mit Kunden haben. Es geht auch um die Sichtbarkeit.“ Er berichtet von vielfältigen Gesprächen: „Es waren kleine und große Projekte dabei, sowohl Neubau als auch Renovierung. Manche hatten ihre Pläne dabei, andere wollten Informationen einholen. Die IMO dient als erster Kontakt. Beim späteren Termin gehen wir mehr ins Detail.“
Die Firma AS Bau war erstmals bei der IMO vertreten: „Wir hatten schon im vergangenen Jahr mit dem Gedanken gespielt. Diesmal sind wir den Schritt gegangen und bereuen ihn nicht“, findet Isabelle Heinrichs. „Durch die IMO bleiben wir im Gespräch. Das Publikum ist bunt gemischt. Es gab Anfragen für komplette Neubauten, aber selbst auch nur für eine Fassadensanierung. Es war von allem dabei.“

Ein Thema, das viele Besucher beschäftigte, sind die steigenden Baukosten. Marisa Jansen von der KBC Bank bestätigt, dass sich diese Entwicklung deutlich in der Finanzierung von Bauprojekten bemerkbar mache. „Man sieht natürlich in den letzten Jahren, dass die Preise generell sehr stark gestiegen sind“, erklärte sie. Für viele Bauherren habe das konkrete Folgen: „Deswegen ist es auch so, dass die meisten noch mal was nachschießen müssen und sich dann noch mal bei uns melden für eine Nachfinanzierung.“
Umso wichtiger sei eine sorgfältige Vorbereitung. „Auf jeden Fall eine gute Planung, sich mit dem Architekten gut absprechen und nicht zu knapp planen“, betont sie. Die Messe bot eine gute Gelegenheit für persönliche Gespräche mit Bankberatern. Viele Besucher erkundigten sich nach den Voraussetzungen für einen Wohnkredit oder nach den notwendigen Unterlagen.
Handwerksbetriebe nutzten die IMO, um Trends und Entwicklungen im Bau- und Wohnbereich vorzustellen. Patrick Heinen von der Schreinerei Heinen beobachtet derzeit eine Rückkehr zu natürlichen Materialien und klaren Formen. „Wir sehen im Innenausbau, dass wieder runde Formen zurückkommen“, sagt er. Viele Trends kämen aus dem internationalen Designbereich und erreichten Ostbelgien oft etwas später. „Wir besuchen jedes Jahr die Messe in Mailand und schauen, was die neuen Trends sind. Meistens kommen die Trends hier bei uns ein oder zwei Jahre später an.“
Auch Nachhaltigkeit spiele eine immer größere Rolle: „Die Kunden fragen danach und viele Designmarken führen Recyclingprodukte ein“, erklärt Heinen. „Das Bewusstsein dafür wird immer größer und da ist klare Nachfrage.“ Für ihn stand bei der IMO vor allem der persönliche Austausch im Vordergrund. „Wir treffen hier Kunden von uns, knüpfen neue Kontakte. Es ist keine reine Verkaufsmesse – das Geschäft entsteht meist erst später.“

Immobilienmakler punkteten auf der Messe mit konkreten Angeboten aus der Region. Jennifer Bielen von HOB Real Estate sagt: „Wir präsentieren in allererster Linie unsere ganz brandaktuellen Objekte, die zurzeit auf dem Markt sind“, berichtet sie. Das Angebot reiche „vom kleinen Altbauhaus bis zu einem Naturweiher“.
Ein besonderes Highlight war dabei die digitale Präsentation eines Neubauprojekts. „Der Besucher hat die Möglichkeit, mit der VR-Brille einen virtuellen Rundgang zu machen“, erklärt sie. „Damit bekommt der Kunde ein Raumgefühl, wie das Appartement wirkt, anstatt es nur auf Papier zu sehen.“
Auch die Entwicklung des Immobilienmarktes selbst war ein wichtiges Gesprächsthema auf der Messe. „Der Immobilienmarkt hat sich in den letzten Jahren schon relativ stark entwickelt“, erklärte Kevin Dederichs von HOB Real Estate. Käufer legen heute zunehmend Wert auf bestimmte Kriterien: „Die Käufer achten immer mehr auf die Lage und auf die Qualität. Dadurch entstehen auch größere Preisunterschiede.“
Unter dem Strich scheint die IMO für alle Beteiligten ein Erfolg gewesen zu sein, resümiert David Schmitz, Marketingleiter von GE-Media, das die IMO organisiert: „Sonntags strömten kurz nach der Eröffnung bereits die ersten Besucher in das Triangel. Den ganzen Tag ebbte es nicht ab, obwohl das Wetter sehr gut war und schlechte Witterungsbedingungen die Menschen eigentlich eher zu einem Messeausflug verleiten. Wir wissen aus Erfahrung, dass samstags tendenziell weniger los ist, doch diesmal waren trotzdem viele Menschen zu Gast. Das freut uns und die Aussteller natürlich sehr. Das Fazit fällt also positiv aus.“
Die Jubiläumsausgabe mit einigen Neuerungen findet in Eupen statt.
Im nächsten Jahr findet die Immobilienmesse Ostbelgien wieder in Eupen statt. Anlässlich der zehnten Jubiläumsausgabe wird es einige Neuerungen geben.





































Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren