Rund 30 Personen, die sich selbst als „Anti-Antifa“ bezeichneten, versammelten sich gegen 13.30 Uhr auf dem Platz. Sie protestierten nach eigenen Angaben gegen Gewalt durch antifaschistische Gruppen und erinnerten an Quentin Deranque, einen rechtsextremen Aktivisten, der am 12. Februar in Lyon tödlich verletzt worden war.
Ihnen standen etwa 200 antifaschistische Gegendemonstranten gegenüber, die sich nach einem spontanen Aufruf versammelt hatten. Mehr als 100 Polizisten waren im Einsatz und trennten beide Gruppen mit einem Sicherheitskordon.
Die Polizei führte mehrere Identitätskontrollen unter den Gegendemonstranten durch. Auf Seiten der „Anti-Antifa“-Gruppe, die unter anderem belgische und flämische Fahnen mit keltischen Kreuzen zeigte – ein Symbol, das häufig von der extremen Rechten verwendet wird –, wurden laut Beobachtern keine vergleichbaren Kontrollen festgestellt.
Zeitweise riefen sich beide Gruppen Parolen zu. Die Lage spitzte sich kurzzeitig zu, als einige Gegendemonstranten versuchten, die Absperrung zu durchbrechen und zur anderen Gruppe vorzudringen. Die Polizei drängte sie zurück und nahm einen Demonstranten fest, der anschließend erneut versuchte, den Polizeikordon zu durchbrechen.
Gegen 14.45 Uhr wurde die Gruppe der rund 30 identitären Demonstranten von etwa 20 Polizisten vom Poelaert-Platz in Richtung Louise-Kreisel eskortiert. Die verbliebenen Gegendemonstranten wurden von den Einsatzkräften anschließend vom Platz zurückgedrängt. Dabei kamen zeitweise Schlagstöcke und Tränengas zum Einsatz.
Die Demonstranten sammelten sich schließlich unterhalb des Platzes in der Nähe der Rue Haute, während die Polizei den Zugang zum Poelaert-Platz weiter absperrte. (belga/rt)

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