Die Schau ist bis zum 7. Juni 2026 zu sehen und bietet einen umfassenden Einblick in das vielschichtige Werk eines der prägenden Vertreter der deutschen Zeitgenössischen Skulptur seit den späten 1960er-Jahren.
Zur Vernissage spricht Paul Falkenberg, Präsident des IKOB, und der Direktor des Museums, Frank-Thorsten Moll, führt in die Ausstellung ein. Ergänzend ist um 16 Uhr eine Tanzperformance von Katharina Richter und Paul Damiano geplant. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei und alle Interessierten sind willkommen.
Nestler, geboren 1943 in Gershausen im Landkreis Hersfeld, zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigen Positionen der deutschen Bildhauerei. Er studierte von 1967 bis 1973 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, war Meisterschüler bei Erwin Heerich und absolvierte zeitgleich eine Schmiedelehre. Nach Tätigkeiten als Kunsterzieher und Professor in Siegen wurde er 1990 Gründungsprofessor für Bildhauerei an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken, wo er bis zu seiner Emeritierung 2007 lehrte.
Nestlers Arbeiten zeichnen sich durch eine intensive Auseinandersetzung mit Material, Raum und Bewegung aus. Eisen, Stahl, Holz und andere Werkstoffe werden zu dynamischen Formen verarbeitet, in denen Balance, Energie und physikalische Kräfte erfahrbar werden.
Viele seiner Skulpturen wirken schwer und zugleich luftig, sie lassen Bewegung und Wechselwirkungen zwischen Oberfläche und Raum erkennen und fordern Betrachterinnen und Betrachter oft zu spielerischer Interaktion heraus. Die Arbeiten des deutschen Bildhauers waren mehrfach auf international bedeutenden Ausstellungen zu sehen, unter anderem auf den documenta-Ausgaben in Kassel 1977 und 1987.
Zahlreiche Werke befinden sich in Sammlungen und im öffentlichen Raum, darunter Plastiken am Bundesministerium für Verkehr in Bonn oder eine Mahnmal-Steinskulptur in Krefeld.
Werdeformen verspricht damit nicht nur Einblicke in ein facettenreiches künstlerisches Werk, sondern auch Gedankenanlässe über die formale Entwicklung und Wahrnehmung zeitgenössischer Skulptur. (red/max)

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