Der IPR ist die beratende parlamentarische Versammlung der Großregion, die sich aus folgenden Teilregionen zusammensetzt: Saarland und Rheinland-Pfalz in Deutschland, Grand Est (Lothringen) in Frankreich, das Großherzogtum Luxemburg sowie in Belgien die Wallonie, die Französische Gemeinschaft und die Deutschsprachige Gemeinschaft. Das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft (PDG) ist im IPR derzeit durch Parlamentspräsidentin Patricia Creutz-Vilvoye und Liesa Scholzen als effektive Mitglieder und durch Ewald Gangolf und Steffi Pauls als Ersatzmitglieder vertreten.
Im IPR treffen sich die Parlamentarier aus den Partnerregionen, um über die Probleme, mit denen die Bürger, die Unternehmen und die Behörden in den Grenzregionen konfrontiert sind, zu beraten und entsprechende Lösungsvorschläge auszuarbeiten. Diese Lösungsvorschläge werden in Form von Empfehlungen an die Regierungen der Teilregionen und, je nach Thema, auch an die Nationalregierungen und die EU weitergeleitet. In den vergangenen 40 Jahren hat der IPR eine Vielzahl von Empfehlungen verabschiedet. Dabei ging es um Themen wie die Verbesserung des grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehrs, die gemeinsame Bekämpfung von Tierseuchen (Schweinepest), die grenzüberschreitende Anerkennung von Diplomen und Ausbildungen, die Förderung der Mehrsprachigkeit, die Koordination von Rettungsdiensten, Feuerwehr und Polizei im Grenzraum sowie zuletzt im Oktober 2025 um die Aufhebung der von einigen Ländern wieder eingeführten Binnengrenzkontrollen.
Das PDG hat für das erste Halbjahr 2026 den Vorsitz des IPR übernommen. Um das 40-jährige Jubiläum zu begehen, wurde ein kurzes Video mit Grußbotschaften der Parlamentspräsidenten aus den Partnerregionen erstellt, das auf der Website des PDG (www.pdg.be) zu sehen ist.
Am 27. März wird das Parlament im Kloster Heidberg in Eupen ein Kolloquium zum Thema „Grenzüberschreitende Herausforderungen des Arbeitsmarkts in der Großregion“ organisieren, bei dem es schwerpunktmäßig um den Abbau von Hemmnissen auf dem Arbeitsmarkt und um die Entwicklung gemeinsamer Strategien zur Bekämpfung des Fachkräftemangels gehen wird. (red/nc)

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