Mit einem Schnitt von 56,1 km/h fuhr Evenepoel laut Veranstalter die schnellste Zeitfahrleistung seiner Karriere. Das komplett flache und wenig technische Profil spielte ihm dabei in die Karten. „Es war der ideale Parcours, um richtig schnell zu fahren“, erklärte der 24-Jährige mit einem Lächeln im Ziel. „Ich bin sehr froh, dass es heute geklappt hat.“
Dass Evenepoel zu den Topfavoriten im Kampf gegen die Uhr zählte, war keine Überraschung. Dennoch beeindruckte der Abstand: Ganze 42 Sekunden nahm er dem Mexikaner Isaac del Toro ab, der als einer seiner schärfsten Konkurrenten auf den Gesamtsieg gilt. Del Toro musste zudem bei weniger günstigen Windbedingungen starten. „Er hat das Maximum herausgeholt“, meinte Evenepoel fair. „Aber wir wussten, dass ein früher Start wohl von Vorteil sein würde.“
In der Gesamtwertung verschafft sich der Belgier nun eine komfortable Ausgangslage: 32 Sekunden Vorsprung auf Del Toro – bei noch zwei entscheidenden Bergankünften. „Mit den schweren Anstiegen, die noch kommen, ist es angenehmer, verteidigen zu können, statt angreifen zu müssen“, sagte Evenepoel. „Das ist für uns die beste Situation. Jetzt versuchen wir, das bis Sonntag durchzubringen.“
Für Evenepoel ist es bereits der sechste Sieg in dieser noch jungen Saison – und das nach nur zehn Renntagen. Mit seinem neuen Team feierte er zudem bereits einen Erfolg im Mannschaftszeitfahren auf Mallorca. Die Form stimmt also – und die Konkurrenz ist gewarnt. (calü)

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