Die beiden Frauen waren Anfang Februar gemeinsam mit ihren Töchtern in einem Zug von Brüssel nach Brügge unterwegs. Nach eigenen Angaben seien sie von einem Mann mit einem Messer bedroht worden. Zudem erklärten sie, die US-Botschaft kontaktiert zu haben, ohne die erwartete Unterstützung erhalten zu haben.
Die Brüsseler Staatsanwaltschaft bestätigte ihrerseits, dass eine Meldung über eine möglicherweise bewaffnete Person in einem Zug im Bahnhof Brüssel-Süd eingegangen war. Der Zug wurde daraufhin evakuiert, der Verdächtige kurzzeitig festgenommen und später wieder freigelassen. Nach Angaben der Behörden stand der Mann offenbar unter Alkoholeinfluss; eine Waffe wurde nicht gefunden.
Die US-Botschaft erklärte, das Konsulat habe den betroffenen Bürgerinnen Informationen und Hinweise zu verfügbaren Hilfsangeboten gegeben. Botschafter White habe sich anschließend persönlich eingeschaltet und Kontakt mit den belgischen Behörden aufgenommen, darunter dem Innen- und dem Justizminister, dem Generalstaatsanwalt sowie der Polizeiführung von Brüssel-Süd.
Dabei habe der Botschafter sowohl seine Besorgnis über den Vorfall selbst als auch über die von den Touristinnen geschilderte Behandlung zum Ausdruck gebracht. Zugleich rief er die belgischen Behörden dazu auf, die Ermittlungen fortzusetzen und den mutmaßlichen Täter mit der gebotenen Konsequenz zu verfolgen.
Die US-Botschaft kündigte außerdem an, ihre internen Abläufe angepasst zu haben. Künftig soll der Botschafter bei ähnlichen Vorfällen unmittelbar informiert werden. (belga/rt)

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