Sandrine Tas startete im vierten von sechs Läufen auf einer frisch aufbereiteten Bahn im Milano Speed Skating Stadium und zeigte ein starkes Rennen. In 6:46,47 Minuten verbesserte sie ihren eigenen belgischen Rekord deutlich. Erst Anfang Dezember war sie im niederländischen Heerenveen 6:52,24 gelaufen – nun unterbot sie diese Marke um 5,77 Sekunden. Zwischenzeitlich lag sie sogar auf Podiumskurs.
Die Entscheidung fiel jedoch in den letzten Metern. Zunächst zog die Niederländerin Merel Conijn noch knapp vorbei und sicherte sich in 6:46,27 Silber. Kurz darauf schob sich auch die Norwegerin Ragnhild Wiklund dazwischen. Mit 6:46,34 Minuten verdrängte sie Tas um 13 Hundertstel vom Bronzeplatz.
Der Sieg ging – wie schon über 3.000 Meter – an Francesca Lollobrigida. Die 35-jährige Italienerin setzte sich im letzten Lauf in 6:46,17 Minuten durch und holte mit nur zehn Hundertsteln Vorsprung Gold.
Für Tas bleibt dennoch ein starkes Ergebnis. Bei der WM 2025 im norwegischen Hamar war sie über diese Distanz Zehnte geworden, bei diesen Spielen hatte sie über 3.000 Meter bereits Rang sieben erreicht. Die deutliche Bestzeit und der nur minimale Rückstand auf die Medaillenränge unterstreichen ihre Fortschritte auf der Langstrecke.
Weitere Einsätze stehen noch bevor: Tas tritt in Mailand-Cortina außerdem in der Teamverfolgung (14.–17. Februar) sowie im Massenstart (21. Februar) an. Über 1.500 Meter ist sie als Ersatzläuferin gemeldet. (kupo/belga)

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