Immobilienbranche drängt auf einheitliches Energiesystem für Gebäude

<p>Die Bau-, Finanz- und Immobilienbranche fordert ein einheitliches PEB-System, da unterschiedliche regionale Regeln derzeit zu abweichenden Energieeffizienzbewertungen führen.</p>
Die Bau-, Finanz- und Immobilienbranche fordert ein einheitliches PEB-System, da unterschiedliche regionale Regeln derzeit zu abweichenden Energieeffizienzbewertungen führen. | Foto: belga

Nach Ansicht der Verbände erschwert das bestehende regionale System Investitionen sowie Bau- und Renovierungsprojekte. Unterschiedliche Berechnungsmethoden führten dazu, dass ein und dasselbe Gebäude – bei identischem Energieverbrauch – je nach Region unterschiedliche PEB-Bewertungen erhalte. Die Ergebnisse könnten um bis zu 30 Prozent voneinander abweichen, sodass ein Haus in einer Region ein Label B, in einer anderen hingegen ein Label D erhalten könne.

Die Organisationen argumentieren, eine klar formulierte und einheitliche Regelung würde Banken und Investoren verlässlichere Vergleiche ermöglichen und damit Planungssicherheit schaffen. Zugleich verweisen sie auf die neue europäische Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden, die Belgien bis Ende Mai in nationales Recht umsetzen muss. Ohne stärkere Koordination zwischen den Regionen drohe ein europäisches Vertragsverletzungsverfahren, warnen die Unterzeichner.

Zu den Organisationen, die den Appell unterstützen, gehören unter anderem der Belgian Green Building Council, Embuild und Febelfin. Ein harmonisiertes System könnte nach ihrer Einschätzung die mit der aktuellen Regelung verbundenen Kosten um bis zu ein Drittel senken und zugleich die Attraktivität Belgiens als Investitionsstandort stärken.

Empfehlungen und Studien zu möglichen Anpassungen wurden den zuständigen Ministern Anfang der Woche übermittelt. (belga/rt)

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