Mehr Hilfe für junge Menschen mit Essstörungen

<p>Jugendliche mit Essstörungen sollen ab April deutlich intensiver ambulant betreut werden.</p>
Jugendliche mit Essstörungen sollen ab April deutlich intensiver ambulant betreut werden. | Foto: picture alliance/dpa

Mit der Maßnahme will der föderale Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit) die ambulante Behandlung stärken und Krankenhausaufenthalte möglichst verhindern. Ziel ist es, etwa 2.000 junge Menschen pro Jahr im Rahmen eines strukturierten Behandlungsprogramms zu begleiten.

Bereits seit Februar 2024 gibt es für Kinder und Jugendliche mit Essstörungen ein spezialisiertes Versorgungsmodell. Dafür werden jährlich 11,4 Millionen Euro bereitgestellt. In diesem sogenannten „Pfad der Versorgung“ arbeiten Ärzte, Psychologen sowie Diätologen eng zusammen. Bislang haben rund 1.400 junge Menschen ein solches Betreuungsangebot in Anspruch genommen.

Allerdings zeigte sich schnell ein Problem: Der bisherige Anspruch auf diätologische Beratung war deutlich begrenzt. Betroffene hatten Anspruch auf lediglich zwei einstündige Sitzungen sowie 13 halbstündige Termine – insgesamt 8,5 Stunden pro Jahr. Fachleute bewerteten das als klar unzureichend, insbesondere bei komplexen Krankheitsbildern wie Anorexie oder Bulimie, die eine kontinuierliche Begleitung erfordern.

Mit der deutlichen Ausweitung auf 38 Sitzungen reagiert die Föderalregierung auf diese Kritik. Die Botschaft ist klar: Frühzeitige, intensive ambulante Betreuung soll verhindern, dass sich Erkrankungen verschlimmern und stationäre Aufenthalte notwendig werden. (belga/calü)

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