Vor allem beim Einstieg ins Berufsleben hat sich die Lage spürbar verschlechtert. Der Anteil der unter 30-Jährigen an den neu abgeschlossenen unbefristeten Arbeitsverträgen ist binnen eines Jahres um 21 Prozent zurückgegangen. Während 2024 noch 40,3 Prozent der neuen festen Verträge an diese Altersgruppe gingen, waren es 2025 nur noch 31,8 Prozent.
Gleichzeitig setzen Unternehmen stärker auf erfahrene Kräfte. Der Anteil der 30- bis 50-Jährigen bei neuen unbefristeten Verträgen stieg im selben Zeitraum von 46,3 auf 51,6 Prozent. Für Securex ist das ein klares Signal: In wirtschaftlich unsicheren Zeiten bevorzugen Arbeitgeber Profile mit nachweisbarer Erfahrung.
„Wenn Unternehmen zurückhaltender einstellen, entscheiden sie sich eher für bewährte Fachkräfte“, erklärt Frank Vander Sijpe von Securex. Eine erfahrene Arbeitskraft gelte als sofort einsatzbereit und damit als sicherere Investition als ein junger Arbeitnehmer, der zunächst eingearbeitet und begleitet werden müsse.
Doch nicht nur beim Berufseinstieg geraten junge Menschen ins Hintertreffen. Auch beim Thema Kündigungen zeigen sich deutliche Unterschiede. Die unfreiwillige Abgangsquote bei den unter 25-Jährigen mit unbefristetem Vertrag stieg innerhalb eines Jahres von 9,1 auf 10,9 Prozent. In anderen Altersgruppen blieb dieser Wert weitgehend stabil.
Für Securex steht fest: Wenn der wirtschaftliche Wind rauer wird, trifft es junge Beschäftigte zuerst. Sie sind häufiger befristet beschäftigt, verfügen über weniger Betriebszugehörigkeit – und gelten damit als weniger „unentbehrlich“ als langjährige Mitarbeiter. (belga/calü)

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