Immobiliensteuer bringt viele Brüsseler in Bedrängnis

<p>Ein Steuerpflichtiger prüft seine Post: Immer mehr Brüsseler beantragen Zahlungsaufschub oder Ratenpläne, um ihre Immobiliensteuer begleichen zu können.</p>
Ein Steuerpflichtiger prüft seine Post: Immer mehr Brüsseler beantragen Zahlungsaufschub oder Ratenpläne, um ihre Immobiliensteuer begleichen zu können. | Foto: picture alliance/dpa

Demnach beantragten im vergangenen Jahr fast 73.000 Steuerpflichtige eine Fristverlängerung oder eine Ratenzahlung für ihren Immobilienvorabzug. Zum Vergleich: 2024 waren es rund 65.000, 2023 knapp 58.000. Auch in den beiden anderen Regionen des Landes wird ein „deutlicher“ Anstieg verspäteter Zahlungen festgestellt.

Besonders aufschlussreich ist die Summe der betroffenen Beträge: 2025 überschritt das Gesamtvolumen der Steuerbescheide, für die ein Zahlungsplan beantragt wurde, erstmals die Marke von 100 Millionen Euro. Konkret belief sich dieser Betrag auf 106 Millionen Euro.

Zudem verschickte die Steuerverwaltung mehr Mahnungen als zuvor: Die Zahl stieg innerhalb eines Jahres von 218.842 auf 227.553 – ein Plus von vier Prozent.

Die Brüsseler Verwaltung führt diese Entwicklung vor allem auf zwei Faktoren zurück: Zum einen sind die Steuerbeträge infolge der Inflation deutlich gestiegen. Zum anderen haben viele Gemeinden ihre Zuschlagshundertstel erhöht.

Hinzu kommt, dass die Immobiliensteuer in Brüssel im landesweiten Vergleich ohnehin höher ausfällt als in Flandern und in der Wallonie – ein Umstand, der sich für viele Haushalte nun spürbar bemerkbar macht. (belga/calü)

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