Blue Origin setzt Weltraumtourismus aus und konzentriert sich auf NASA-Mondlander

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TV-Moderator Michael Strahan bei seinem Kurz-Ausflug in den Weltraum. | Foto: dpa/Blue Origin

Blue Origin hatte seit 2021 mit der Rakete New Shepard insgesamt 38 suborbitale Flüge durchgeführt, bei denen zahlende Passagiere – darunter auch Prominente – für rund elf Minuten Schwerelosigkeit erleben konnten. Die Flüge führten bis an die Grenze des Weltraums in etwa 100 Kilometer Höhe.

CEO Dave Limp erklärte in einer internen Mitteilung, man pausiere die New-Shepard-Flüge, um Personal und Ressourcen auf die Entwicklung bemannter Mondmissionen zu verlagern. Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, New Shepard bleibe jedoch ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte.

Blue Origin verfügt über einen NASA-Vertrag im Wert von 3,4 Milliarden Dollar für die Entwicklung eines Mondlanders im Rahmen von Artemis, dem Programm zur Rückkehr von Astronauten auf den Mond. Auch SpaceX ist an Artemis beteiligt, kämpft jedoch mit Verzögerungen. Die NASA hat deshalb eine neue Ausschreibung angekündigt, auf die Blue Origin hofft.

Parallel treibt das Unternehmen die Entwicklung der Schwerlastrakete New Glenn voran, die für orbitale Missionen gedacht ist und mit den Starship-Raketen von SpaceX konkurrieren soll.

Ob Blue Origin künftig wieder Weltraumtourismus anbieten wird, ist offen. Nach Angaben von Mitarbeitern könnte die Pause auch das faktische Ende des New-Shepard-Programms bedeuten. (vrt/ag)

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