Die Tat ereignete sich im Anschluss an eine ansonsten friedlich verlaufene Protestkundgebung von etwa 200 bis 300 Menschen auf dem Operaplein. Demonstriert wurde gegen Gewalt an Kurden in Syrien. Nach dem Ende der Versammlung kam es jedoch zu Tumulten, bei denen mindestens sechs Personen verletzt wurden. Vier Opfer wurden direkt auf dem Platz gefunden, zwei weitere in der näheren Umgebung. Alle wiesen Stich- und/oder Schnittverletzungen auf.
Die Polizei war bereits zur Absicherung der Demonstration vor Ort und konnte daher rasch eingreifen. Nahezu unmittelbar nach den Vorfällen wurden vier Tatverdächtige identifiziert und festgenommen. Ob sie sich unter die Demonstrierenden gemischt hatten, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.
Inzwischen werteten die Ermittler Videoaufnahmen aus und befragten mögliche Zeugen. Auch die Spurensicherung war vor Ort. Juristisch werden die Taten derzeit als versuchter Mord eingestuft, nicht als Terrorismus.
Der Rat der kurdischen Gemeinschaften in Belgien (NavBel) sprach kurz nach den Ereignissen allerdings von einem „Terrorakt gegen Kurden“ und vermutete extremistische beziehungsweise jihadistische Motive. Eine für Freitag geplante weitere Kundgebung der kurdischen Gemeinschaft wurde inzwischen aus Sicherheitsgründen abgesagt. (belga/calü)

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