Anstieg bei Hungerstreiks in Zentren für abgelehnte Asylbewerber

<p>Das geschlossene Rückkehrzentrum in Vottem.</p>
Das geschlossene Rückkehrzentrum in Vottem.

Belgien verfügt über sechs geschlossene Rückkehrzentren mit insgesamt 635 Plätzen. Dort werden Personen festgehalten, denen an der Grenze die Einreise verweigert wurde, sowie Ausländer, die eine Aufforderung erhalten haben, das Land zu verlassen. Jährlich durchlaufen rund 5.000 Migranten diese Einrichtungen, überwiegend abgelehnte Asylbewerber.

Sobald eine Person 48 Stunden lang weder Nahrung noch Flüssigkeit zu sich nimmt, wird dies als Hungerstreik registriert und medizinisch enger überwacht. Zudem wird eine Risikoanalyse des Gesundheitszustands erstellt, erklärte eine Sprecherin der föderalen Ausländerbehörde.

Sowohl 2023 als auch 2024 endeten Hungerstreiks mit einem Todesfall. Im vergangenen Jahr starb demnach ein Diabetiker während seines Hungerstreiks an einem Herzinfarkt. (belga/rt)

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