Fotoausstellung in Brüssel beleuchtet humanitäre Krise in Mali

<p>Fotoausstellung in Brüssel beleuchtet humanitäre Krise in Mali</p>
Illustrationsbild: picture alliance / dpa

Die Ausstellung ist eine gemeinsame Initiative von Médecins du Monde, Action contre la Faim, dem Norwegian Refugee Council, dem Danish Refugee Council, International Medical Corps, dem International Rescue Committee sowie Première Urgence Internationale. Unterstützt wird das Projekt von der Europäischen Union.

Gezeigt werden rund 30 Fotografien des malischen Fotografen Tiécoura N’Daou, die im September 2025 in den Regionen Gao und Mopti entstanden sind. Dort setzen die beteiligten Organisationen mit Unterstützung der Europäischen Union humanitäre Projekte um.

Ziel der Ausstellung ist es nach Angaben der Organisatoren, die Krise „durch die Augen jener zu zeigen, die sie täglich erleben“. Die Bilder erzählen von Vertreibung, Verlust und Überlebenswillen, aber auch von der Arbeit humanitärer Helfer vor Ort.

Die humanitäre Lage in Mali sei besonders alarmierend, betonen die beteiligten Organisationen. Mehr als 400.000 Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht, überwiegend Frauen und Kinder. Rund 1,5 Millionen Menschen leiden unter Ernährungsunsicherheit, ebenso viele Kinder unter fünf Jahren sind von akuter Mangelernährung betroffen. Allein im Jahr 2024 wurden zudem mehr als 35.000 Menschenrechtsverletzungen registriert.

Auch das humanitäre Personal arbeite unter schwierigen Bedingungen. „Im Jahr 2025 wurden in Mali mehr als 700 sicherheitsrelevante Zwischenfälle verzeichnet“, erklärt Federico Dessi, Direktor von Médecins du Monde in Belgien. Trotz der anhaltenden Unsicherheit leisteten die Teams weiterhin lebenswichtige Hilfe. (belga/rt)

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