Hintergrund ist ein neues Sicherheitsüberprüfungsprogramm, das seit Anfang 2025 für Personen gilt, die in den Häfen arbeiten. Die Kontrollen werden von der Föderalpolizei durchgeführt und münden in ein offizielles Sicherheitsgutachten der zuständigen Behörde, die dem Mobilitätsministerium untersteht.
Bislang wurden 16.678 Personen überprüft, der Großteil davon im Hafen von Antwerpen. Laut Thomas De Spiegelaere, Sprecher des Mobilitätsministeriums, führten 1,92 Prozent der Kontrollen zu einem negativen Sicherheitsgutachten – das entspricht rund 320 Personen. Viele von ihnen wurden umgehend suspendiert.
Ein negatives Gutachten bedeutet jedoch nicht automatisch ein komplettes Betretungsverbot des Hafens. Die Betroffenen dürfen jedoch keine kritischen Funktionen mehr ausüben. Ziel der Maßnahme ist es, Personen auszuschließen, die aufgrund ihres Profils anfällig dafür sein könnten, in Drogenhandel oder kriminelle Netzwerke verwickelt zu werden.
„Wir wollen Menschen mit aktiven Verbindungen zum kriminellen Milieu aus sicherheitsrelevanten Funktionen fernhalten“, erklärte De Spiegelaere gegenüber den flämischen Blättern.
Bislang wurden vor allem Angestellte und Verwaltungsmitarbeiter überprüft. Die mehr als 10.000 Hafenarbeiter sollen nun in den kommenden Monaten ebenfalls systematisch gescreent werden. (belga/calü)

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