Angesichts der Minustemperaturen war der Plan „extreme Kälte“ am 25. Dezember in Brüssel aktiviert worden. Das Rote Kreuz stellte daraufhin Notunterkünfte bereit. Zunächst wurden 50 Plätze in der Turnhalle einer Schule in Ixelles eröffnet. Nach dem Ende der Schulferien wurde der Empfang in ein Sportzentrum verlegt, ebenfalls in Ixelles, wo mehr als 80 Menschen vorübergehend Schutz vor der Kälte fanden.
Innerhalb von 20 Tagen wurden insgesamt 1.020 Übernachtungen für obdachlose Menschen ermöglicht, heißt es in einer Mitteilung der Organisation.
Obwohl der Winter anhält, endet diese Atempause für die Betroffenen mangels dauerhafter Lösung. „Wir haben das Wesentliche sichergestellt: schützen, unterbringen, begleiten. Doch die humanitäre Notlage verschwindet nicht mit der Schließung eines Zentrums. Die Kälte bleibt, ebenso die Prekarität. Stabile und nachhaltige Antworten sind unverzichtbar“, mahnt die Croix-Rouge de Belgique.
Parallel dazu setzt die Organisation ihre Suche nach einem geeigneten Standort fort, um bis Ende März besonders schutzbedürftige Menschen aufnehmen zu können. Zudem bleibt sie mobilisiert: Rund 20 Tagesaufenthaltsorte sind weiterhin in der Wallonie und in Brüssel geöffnet, und tägliche Straßentouren werden in Brüssel, Mons, Charleroi und Arlon fortgesetzt. In den vergangenen Wochen verteilte das Rote Kreuz außerdem mehr als 1.600 Schlafsäcke und Decken, über 10.000 warme Kleidungsstücke sowie 300 Hygienesets.

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