Rinderkrankheit DNC: Branche mahnt frühzeitige Vorbereitung an

<p>Veterinäre und Züchter drängen auf Vorbereitung gegen die Rinderkrankheit DNC.</p>
Veterinäre und Züchter drängen auf Vorbereitung gegen die Rinderkrankheit DNC. | Illustrationsbild: belga

Seit dem vergangenen Sommer sind in Europa mehrere Ausbrüche der DNC aufgetreten, insbesondere in Frankreich. Bei der Krankheit handelt es sich um eine virale Rinderseuche, die vor allem durch stechende Insekten übertragen wird.

„Wir fordern die Parlamente auf, den Ministern die Mittel für eine realistische Vorbereitung zur Verfügung zu stellen“, erklärt die UPV. Dazu gehörten insbesondere der Aufbau eines Impfstoffvorrats, eine rasch aktivierbare Logistik sowie harmonisierte Regeln für Importe.

Zudem verlangt der Sektor eine sofortige Klärung der Budgetzuständigkeiten und Entschädigungsregelungen. Ohne einen klaren finanziellen und budgetären Rahmen werde das Krisenmanagement konfliktträchtig und letztlich teurer, warnt die UPV. Eine Aufwertung des Fonds für Rindergesundheit sei daher notwendig, um einer möglichen Krise zu begegnen.

Darüber hinaus fordern die Fachleute die Einrichtung eines psychosozialen Unterstützungsangebots für Landwirte und Tierärzte, da die zur Eindämmung der Krankheit erforderlichen Maßnahmen – etwa die vollständige Keulung von Beständen – eine erhebliche Belastung darstellen.

„Angesichts der hohen Viehdichte in Belgien können wir es uns nicht leisten, diese Krankheit ins Land zu lassen“, betonen die Akteure vor Ort. Sollte dennoch ein Fall auftreten, müsse das Ziel eine sofortige Abschottung sein. Das setze vorausschauende Vorbereitung voraus – und keine improvisierten Maßnahmen unter Zeitdruck. (belga/rt)

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