Halbzeit bei der Rallye Dakar: Spannung pur – Belgier mischen vorne mit

<p>Der Dacia Sandrider (links), den Nasser Al Attiyah gemeinsam mit seinem belgischen Beifahrer Fabian Lurquin steuert, führt aktuell das Ranking an.</p>
Der Dacia Sandrider (links), den Nasser Al Attiyah gemeinsam mit seinem belgischen Beifahrer Fabian Lurquin steuert, führt aktuell das Ranking an. | Foto: afp

Am Sonntagmorgen gehen noch einmal 93 Motorräder, 141 Autos (darunter 58 Ultimate, 36 Challenger, 40 SSV und 7 Stock-Fahrzeuge) sowie 40 Trucks an den Start.

Motorradklasse: Sekundenkrimi an der Spitze

Bei den Motorrädern ist das Klassement völlig offen. Titelverteidiger Daniel Sanders (KTM) hat zwar die Führung übernommen, doch nach einer Zeitstrafe am Freitag beträgt sein Vorsprung auf den ersten Verfolger Ricky Brabec (Honda) gerade einmal 45 Sekunden. Dahinter lauern Luciano Benavides (KTM) und Tosha Schareina (Honda) mit einem Rückstand von etwas mehr als zehn Minuten – ein Abstand, der bei der Dakar schnell schmelzen kann.

Auto-Kategorie: Lurquin und Al Attiyah vorne – Feld extrem dicht

Auch bei den Autos bleibt es ein echter Nervenkitzel. Der fünfmalige Dakar-Sieger Nasser Al Attiyah führt gemeinsam mit seinem belgischen Beifahrer Fabian Lurquin das Gesamtklassement an. Die Zeitabstände in der Spitze sind jedoch so gering wie selten zuvor.

Der Titelverteidiger Yazeed Al Rajhi musste bereits aufgeben – ein Rückschlag für das Team Toyota Overdrive. Dennoch bleibt Toyota mit dem Südafrikaner Henk Lategan im Rennen um den Gesamtsieg. Sein Rückstand beträgt 6:10 Minuten. Dahinter folgen Nani Roma (+9:13), Carlos Sainz (+11:49) und Mattias Ekström (+12:11), die allesamt mit ihren offiziellen Ford Raptors in den Top fünf liegen.

Belgische Lichtblicke

Auch aus belgischer Sicht gab es in der ersten Dakar-Woche positive Schlagzeilen. Guillaume de Mévius (MINI) gewann eine Etappe und führte zeitweise sogar die Gesamtwertung an. Ebenfalls ein Etappensieg ging an Seth Quintero – am Steuer eines Toyota, der von Overdrive in Belgien entworfen und gebaut wurde.

Bei den Motorrädern überzeugt Jérôme Martiny (Honda) mit Rang 24 im Gesamtklassement und Platz drei in seiner Klasse – eine starke Leistung des professionellen Feuerwehrmanns. Charles Munster (KTM X-Bow) sorgt ebenfalls für Aufmerksamkeit: Er liegt bei den Challengers auf Rang acht und ist derzeit bester Rookie.

In der Truck-Kategorie belegt Peter Willemsen (Iveco) den neunten Platz. An der Spitze führt sein Teamkollege Mitchel van den Brink (Iveco) das Klassement an. (belga/calü)

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