Gewalt und Feuerwerk: Staatsanwaltschaft Brüssel zieht Bilanz der Silvesternacht

<p>In Brüssel kam es rund um den Jahreswechsel zu zahlreichen Polizeieinsätzen.</p>
In Brüssel kam es rund um den Jahreswechsel zu zahlreichen Polizeieinsätzen. | Foto: belga

Von den 72 Personen wurden 60 – 31 Erwachsene und 29 Minderjährige – am 1. und 2. Januar der Staatsanwaltschaft vorgeführt. Die Betroffenen wurden unter anderem wegen Gewalt gegen Polizeikräfte, Brandstiftung sowie Verstößen gegen die Vorschriften zu Feuerwerkskörpern festgenommen.

Bei den erwachsenen Tatverdächtigen wurden die mutmaßlichen Täter der schwersten Delikte einem Untersuchungsrichter vorgeführt. Andere wurden im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens vor das Strafgericht zitiert, während bei weniger schweren Fällen eine Geldbuße im Rahmen einer strafrechtlichen Einigung verhängt wurde.

Auch bei den 29 Minderjährigen wurden die mutmaßlich schwerwiegendsten Fälle einem Jugendrichter vorgelegt. Einige der Jugendlichen wurden in einer öffentlichen Schutzeinrichtung für Jugendliche untergebracht, andere unter Auflagen freigelassen. Minderjährige, die nicht dem Jugendrichter vorgeführt wurden, erhielten in Anwesenheit ihrer Eltern eine förmliche Verwarnung durch die Staatsanwaltschaft.

In derselben Nacht registrierten die Polizeidienste in der Hauptstadtregion 684 Einsätze zwischen 18.00 und 6.00 Uhr. Zusätzlich wurden 70 administrative Festnahmen ausgesprochen.

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass in der Silvesternacht ein spezielles Einsatzkonzept aktiv war, um die Sicherheit der Bevölkerung während der Feierlichkeiten zu erhöhen. Dazu waren in der Nacht Staatsanwälte sowohl vor Ort als auch in Polizeikommissariaten präsent. Auch am Neujahrstag war das Team verstärkt. Insgesamt waren in dieser Zeit 13 Staatsanwälte, ein Kandidat-Staatsanwalt, zwei Juristen sowie sieben Mitglieder des Verwaltungspersonals im Einsatz. (belga/rt)

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