Am 21. September 2022 hatte die BNB bekannt gegeben, dass sie für das Geschäftsjahr ein Minus erwartet – hauptsächlich wegen der Leitzinserhöhungen der Europäischen Zentralbank.
Nach Ansicht der FSMA-Sanktionskommission wusste die Nationalbank bereits früher von der absehbaren Verlustentwicklung und gab Insiderinformationen neun Tage zu spät bekannt, ohne diese ausdrücklich als solche zu kennzeichnen. Die verspätete Veröffentlichung schade der Integrität und Transparenz der Finanzmärkte und untergrabe das Vertrauen der Anleger, heißt es.
Die BNB weist den Vorwurf zurück. Zum Zeitpunkt der Mitteilung habe es noch erhebliche Unsicherheiten gegeben, sodass sich das Ausmaß der Auswirkungen nicht „hinreichend zuverlässig“ beziffern ließ.
Zudem sei der betreffende Marktbericht keine Insiderinformation gewesen, argumentiert die Nationalbank. Die wesentlichen Inhalte seien bereits öffentlich bekannt gewesen – etwa über Geschäftsberichte und Marktkommunikationen, zuletzt am 30. März 2022. Dort habe die Bank mehrfach auf Zinsrisiken infolge ihres größeren Anleiheportfolios hingewiesen.
Auch seien die Angaben vom 21. September 2022 nicht konkret genug, um als Insiderinformation zu gelten, so die BNB weiter. (belga/rt)

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