Quintin erklärte am Mittwoch, er werde nicht akzeptieren, dass das Ansehen der Polizei Schaden nehme. Deshalb habe er die föderale Polizei beauftragt, kurzfristig eine unabhängige, gründliche und wissenschaftlich fundierte Untersuchung durchzuführen. Auf Grundlage der Ergebnisse sollen anschließend geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Ziel sei es, ein Nullrisiko im Bereich der Korruption anzustreben.
Innenminister warnt nach Berichten vor Verallgemeinerungen.
Der Minister ordnete zugleich den Kontext der jüngsten Berichte ein. Die zugrunde liegende Befragung stammt aus dem Jahr 2022 und wurde innerhalb der föderalen Kriminalpolizei durchgeführt. Rund 1.200 von mehr als 4.300 angeschriebenen Mitarbeitern beteiligten sich daran. Das entspricht einer Rücklaufquote von 27 Prozent. Von diesen Befragten gaben etwa drei Prozent an, im Laufe ihrer gesamten Karriere Verhaltensweisen beobachtet zu haben, die als risikobehaftet eingestuft werden könnten. Daraus lasse sich nicht ableiten, dass ein Drittel der Beamten selbst mit Korruption konfrontiert gewesen sei, so der zuständige Föderalminister.
Gleichzeitig warnte Quintin davor, die Ergebnisse zu verharmlosen. Der Kampf gegen Korruption werde keineswegs aufgegeben, betonte er. Bürger müssten sich jederzeit und überall auf die Polizei verlassen können. (belga/svm)

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