Dabei ist der Bedarf eigentlich klar definiert: Um die rund 800 Kilometer Regionalstraßen in einem guten Zustand zu halten, müssten jährlich mindestens zehn Prozent davon neu asphaltiert werden. Ein solches strukturelles Instandhaltungsprogramm würde rund zehn Millionen Euro pro Jahr erfordern.
Von diesen Zielmarken ist Brüssel jedoch weit entfernt. Zwar flossen im Jahr 2022 noch etwa 11 Millionen Euro in den Unterhalt der Fahrbahnen der Regionalstraßen – Gehwege und Radwege nicht mitgerechnet. 2023 schrumpfte das Budget jedoch auf rund 6,4 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr sank der Betrag für das Asphaltierungsprogramm sogar auf nur noch 3,2 Millionen Euro.
Und eine echte Trendwende ist auch für dieses Jahr nicht in Sicht: Der aktuelle Etat beläuft sich auf etwa vier Millionen Euro. Das geht aus einer Antwort von Elke Van den Brandt (Grüne), scheidende Regionalministerin für Mobilität und öffentliche Arbeiten, auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Benjamin Dalle (CD&V) hervor.
Van den Brandt räumt selbst ein, dass Brüssel derzeit nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um den Zustand seiner Straßen angemessen zu sichern. Zudem wirke sich die langwierige Regierungsbildung in der Hauptstadtregion „ganz sicher“ negativ auf die Situation aus. (belga/calü)

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