Das Grundgerüst seines Rennkalenders ähnelt jenem der letzten Saison, allerdings mit einigen markanten Anpassungen. So verzichtet Pogacar diesmal auf den Start bei der UAE Tour, dem Heimrennen seines Hauptsponsors. Stattdessen beginnt seine Saison erst am 7. März mit der Strade Bianche. Danach folgt ein echtes Monumente-Programm: Mailand–Sanremo, die Flandern-Rundfahrt, Paris–Roubaix und Lüttich–Bastogne–Lüttich stehen nacheinander auf dem Plan.
Eine Premiere gibt es im Anschluss an die Klassiker: Pogacar wird erstmals in seiner Karriere an der Rundfahrt der Romandie teilnehmen.
Auch in der Vorbereitung auf die Tour de France schlägt der Slowene neue Wege ein. Statt des Critérium du Dauphiné – inzwischen als Tour Auvergne–Rhône-Alpes ausgetragen – entscheidet er sich 2026 für die Tour de Suisse, die er ebenfalls erstmals bestreiten wird. Danach greift Pogacar erneut nach dem ganz großen Ziel: dem fünften Gesamtsieg bei der Tour de France. Mit diesem Triumph würde er zu den Rekordhaltern Eddy Merckx, Jacques Anquetil, Bernard Hinault und Miguel Indurain aufschließen.
Die Tour bleibt für Pogacar ein zentrales Ziel – auch emotional. „Die Tour ist schlicht das größte Rennen der Welt“, betonte der 25-Jährige. Gleichzeitig überraschte er mit einer klaren Präferenz: „Wenn ich zwischen meinem ersten Sieg in Paris–Roubaix und einem weiteren Tour-Triumph wählen müsste, würde ich Roubaix nehmen. Die Tour habe ich bereits viermal gewonnen. Der Unterschied zwischen null und einem Sieg ist größer als zwischen vier und fünf.“
Tatsächlich fehlen Pogacar mit Paris–Roubaix und Mailand–Sanremo nur noch zwei Monumente in seinem ohnehin beeindruckenden Palmarès. „Wenn ich Sanremo und Roubaix gewinne, habe ich fast alles gewonnen“, so der Slowene. Ganz vollständig wäre seine Sammlung dennoch nicht: „Es wird immer Rennen geben, bei denen ich nie gestartet bin – und die Vuelta habe ich ebenfalls noch nicht gewonnen.“
Ein Start bei der Spanien-Rundfahrt ist derzeit jedoch nicht geplant. „Alles bleibt offen, bis die Einschreibungen abgeschlossen sind“, ließ Pogacar die Tür zumindest einen Spalt offen. Fix im Kalender stehen dagegen das Weltmeisterschaftsrennen im September in Montreal sowie die Lombardei-Rundfahrt im Oktober.
Beim Medientag stellte UAE Emirates-XRG zudem die Programme weiterer Leistungsträger vor. Tim Wellens, amtierender belgischer Meister, setzt erneut auf einen ähnlichen Kalender wie im Vorjahr, mit Schwerpunkt auf dem flämischen Frühjahr und der Tour de France an der Seite Pogacars. João Almeida hingegen verzichtet diesmal auf die Tour und konzentriert sich auf den Giro d’Italia sowie die Vuelta a España. Der erst 22-jährige Isaac Del Toro schließlich wird 2026 sein Debüt bei der Tour de France geben. (belga/calü)

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