Das Cafeteria-Modell ermöglicht es Beschäftigten, einen Teil ihres Lohnes nach ihren eigenen Bedürfnissen zu gestalten – etwa in Form von Mobilitätslösungen, zusätzlichen Urlaubstagen, Versicherungen oder Multimedia-Angeboten.
Die Mehrheit der KMU verfügt jedoch noch nicht über ein solches System und kann die Jahresendprämie daher derzeit nicht über diesen Weg auszahlen, erklärt Acerta. „Das liegt teils an der administrativen Komplexität, teils daran, dass viele paritätische Kommissionen die Anwendung noch nicht erlauben. Dennoch ist die Bereitschaft bemerkenswert hoch: 68,7 Prozent der KMU stehen dem Cafeteria-Modell offen gegenüber.“
Ein weiterer Vorteil wäre laut Acerta, dass das Modell die geltende Lohnnorm von 0 Prozent umgehen könnte. „Die KMU möchten ihre Mitarbeitenden wertschätzen, stoßen jedoch auf die Grenzen der Lohnnorm. Mit einem Cafeteria-Modell können sie dennoch einen Bonus vergeben, ohne die Lohnkosten zu erhöhen“, so die Experten.
Laut dem Barometer von Acerta sowie der Arbeitgeberorganisationen Etion und VKW Limburg planen acht von zehn KMU mit fünf bis 100 Mitarbeitenden eine Jahresendprämie im Dezember. 89,9 Prozent tun dies über eine klassische Überweisung auf das Konto. Die restlichen 10,1 Prozent greifen bereits auf ein Cafeteria-Modell zurück.
Insgesamt nahmen 250 KMU an der Umfrage teil. (belga/rt)

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