Studie zeigt: Jeder vierte Belgier sorgt sich um seine Grundrechte

<p>Menschenrechte in Belgien: Das Wissen ist groß, aber die Sorgen bleiben.</p>
Menschenrechte in Belgien: Das Wissen ist groß, aber die Sorgen bleiben. | Foto: picture alliance/dpa

So geben laut Umfrage mehr als 85 Prozent der Bevölkerung an, die Meinungsfreiheit sowie das Recht auf Privatsphäre zu kennen. Diese Rechte zählen damit zu den am festesten in der Gesellschaft verankerten Grundfreiheiten.

Gleichzeitig äußert jeder vierte Belgier (25 Prozent) große Besorgnis über den Zustand seiner Grundrechte. Rund 16 Prozent sind der Meinung, dass ihre Rechte aktuell eingeschränkt werden.

Als größte Sorge kristallisiert sich das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard heraus. Dazu zählen unter anderem der Zugang zu Wohnraum und Gesundheitsversorgung sowie das Recht auf ausreichende und gesunde Ernährung. Vier von zehn Befragten (41 Prozent) sind der Ansicht, dass dieses Recht in Belgien nicht ausreichend respektiert wird.

Auch die derzeit laufenden Reformen im Bereich der sozialen Rechte – etwa bei Renten, Arbeitslosenunterstützung oder dem Streikrecht – werden von einem Teil der Bevölkerung aufmerksam verfolgt und kritisch bewertet.

Darüber hinaus nennen die Befragten das Recht auf eine gesunde Umwelt (34 Prozent) sowie erneut das Recht auf Privatsphäre (32 Prozent) als Bereiche, in denen sie deutliche Defizite sehen.

Trotzdem zieht das föderale Institut für Menschenrechte insgesamt ein positives Fazit: Das Bewusstsein für Grundrechte ist in Belgien grundsätzlich gut ausgeprägt. Gleichzeitig bleibe es jedoch entscheidend, weiter auf klare Information und kontinuierliche Sensibilisierung zu setzen, um besser zu vermitteln, was diese Rechte im Alltag konkret bedeuten, so das IFDH. (belga/calü)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment