Fehlende Sicherheit am Arbeitsplatz erhöht Burn-out-Risiko deutlich

<p>Eine Securex-Studie zeigt: Fehlende psychologische Sicherheit erhöht Burn-out-Risiken deutlich.</p>
Eine Securex-Studie zeigt: Fehlende psychologische Sicherheit erhöht Burn-out-Risiken deutlich. | Illustrationsbild: picture alliance/dpa/Lehtikuva

Demnach fühlen sich 30 Prozent der belgischen Arbeitnehmer psychologisch nicht wohl. Sie zögern, ihre Meinung, Ideen oder Gefühle offen auszusprechen – aus Angst vor negativen Folgen. Für die Untersuchung wurden im April 2024 rund 1.500 Beschäftigte befragt, in Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität Löwen.

Die Folgen für Unternehmen sind erheblich: Das Risiko schwerer Burn-out-Symptome ist bei Mitarbeitenden, die sich psychologisch unsicher fühlen, fast dreimal so hoch (35,5 gegenüber 12,3 Prozent). Auch längere Abwesenheiten von mehr als 20 Tagen treten nahezu dreimal häufiger auf. Zudem denken unsichere Mitarbeitende doppelt so häufig daran, den Arbeitgeber zu wechseln (20,9 gegenüber 8,7 Prozent).

Laut Securex kommt der Unternehmensführung dabei eine zentrale Rolle zu. „Das Verhalten der Führungskräfte prägt in hohem Maß, wie sicher sich Menschen am Arbeitsplatz fühlen.“

Die Zahl der Führungskräfte, die unterstützend handeln und Autonomie fördern, ist zwischen 2021 und 2024 um mehr als ein Fünftel gesunken (von 45,2 auf 35,4 Prozent). Gleichzeitig nahm der Anteil jener, die eher kontrollierend auftreten, um 69 Prozent zu (von 5,5 auf 9,3 Prozent).

„Gute Führung schafft eine offene Kultur, in der Menschen sich trauen, ihre Meinung zu sagen, Fehler zu machen und daraus zu lernen“, sagt Elisabeth Van Steendam, Wellbeing-Verantwortliche bei Securex. „Wer das nicht fördert, riskiert den Verlust von Talenten und sinkende Produktivität.“ (belga/rt)

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