Bis zu 150 Meter tief soll im Park gebohrt werden, insgesamt rund 790 Meter Leitungen werden verlegt. Die Testbohrungen und eine thermische Antwortmessung laufen bis zum 4. Januar, so Bruxelles Environnement.
Das Projekt Be.Share, getragen von Bruxelles Environnement in Zusammenarbeit mit der Stadt Brüssel, Vivaqua, Sibelga, dem Unternehmen Karno, der VUB und dem Verein Convivence, soll als Modell für ein effizientes Wärme- und Kältenetz dienen. Es basiert auf lokalen, CO₂-freien Energiequellen – von Geothermie im öffentlichen Raum (Nutzung der Erdwärme unter Parks und Straßen) bis zur Riothermie, also der Rückgewinnung von Energie aus Abwasser.
Ab 2028 sollen mehrere Gebäude rund um den Maximilianpark an das neue Netz angeschlossen werden: Bürokomplexe, gemischt genutzte Gebäude, Einrichtungen der Europäischen Kommission sowie rund 200 Sozialwohnungen und 130 gemeinschaftliche Wohneinheiten.
Das Prinzip ist einfach: Tagsüber heizt das Netz die Bürogebäude, die anschließend die Wohngebäude mit Wärme versorgen. Im Sommer lässt sich der Kreislauf umkehren – eine klimaneutrale Alternative zu herkömmlichen Klimaanlagen.
Der jährliche CO₂-Einsparungseffekt wird auf 1.569 Tonnen geschätzt. Nach den Tests im Dezember soll der eigentliche Bau Anfang 2026 starten und rund zwei Jahre dauern. (belga/rt)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren