In diesem Jahr hatte die Föderalregierung noch 40 Millionen Euro bereitgestellt, um die Impfkampagne gegen die beiden durch Viren ausgelösten Tierseuchen zu fördern. Die Erkrankungen können nicht nur zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden bei den Tieren führen, sondern auch zu deutlichen wirtschaftlichen Einbußen im Handel.
„Die verpflichtende Impfkampagne gegen Blauzunge der Serotypen 3 und 8 sowie gegen EHD läuft aus und hat eine sehr hohe Impfquote in ganz Belgien ermöglicht“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung des föderalen Gesundheitsministeriums, der föderalen Agentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (Fasnk), des Forschungsinstituts Sciensano und des föderalen Landwirtschaftsministers David Clarinval (MR).
Ab 2026 liegt die Verantwortung vollständig bei den Betrieben. Für Impfstoffe oder deren Verabreichung wird es keine staatlichen Zuschüsse mehr geben. Trotzdem sei die Impfung weiterhin „dringend empfohlen“, warnen die Behörden – insbesondere, weil die Lage in den Nachbarländern „besorgniserregend“ sei.
Ein zusätzlicher Appell richtet sich an die Organisation: Landwirte sollten so früh wie möglich Impfstoffe über ihre Tierärzte bestellen. Die pharmazeutischen Hersteller richteten ihre Produktions- und Lieferplanung nach der tatsächlichen Nachfrage aus. Wer spät bestellt, riskiert also Engpässe zu Beginn der neuen Impfperiode. (belga/calü)

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