Auf hoher See sollte ein Vorzeigeprojekt entstehen, das technische Innovation und Naturschutz miteinander verbindet.
Umweltpläne der Energie-Insel schrumpfen
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Kommentare
Ja, so ist das, wenn anderer Leute Geld nicht mehr ausreicht, bekannterweise schickt der Wind ja keine Rechnung. Allerdings ist das seinerzeit als "innovatives Leuchtturmprojekt" vollmundig angepriesene Bauwerk ein weiterer Rohrkrepierer des "green deal". Mittlerweile sind jedoch Teilsummen der 8 Milliarden in dunklen Kanälen der modernen Alchemisten, Berater, Planer und Gutachter verschwunden, die der Politik immer nur das berichten, was diese in ihrer Klimabesoffenheit hoeren will. Erst neulich unterzeichnete Belgien ein Papier für "Wasserstoff aus Brasilien", die nächste Totgeburt.
"Ja, so ist das, wenn anderer Leute Geld nicht mehr ausreicht,..."
Da bricht der Herr Wahl in ein Triumphgeheul aus, weil an diesem Projekt gewisse Nebeninvestitionen nicht erfolgen werden:: Von den anfangs geplanten Investitionen in Umwelt ist inzwischen "noch ein Teil übrig. Die vorgesehene Brutarchitektur für die Dreizehenmöwe wird nicht gebaut, und auch die Unterwasserpaneele werden lediglich in eingeschränktem Umfang installiert."
Das eigentliche Projekt und die übrigen Umweltmaßnahmen werden also durchgezogen.
Immer den ganzen Artikel lesen, bevor man in die Tasten haut. "Objektivität" war doch mal das Schlagwort der sogenannten "Gegenpoler", von denen inzwischen nur mehr einer übrig zu sein scheint.
Nun ist es so, dass bei großen Projekten, die sich über Jahre erstrecken, die Kosten immer steigen.
Der Objektivität halber sollte man da an die Kernindustrie erinnern, die eine beeindruckend Zahl von zum Teil exorbitanten Kostensteigerungen und Bauzeitverlängerungen vorweisen kann.
Muss man wirklich noch an den "Dauerbrenner" Flamanville erinnern, der immer noch nicht voll am Netz ist und dessen Reaktordeckel wegen eines Konstruktionsfehlers 2026 schon ausgetauscht werden muss.
Ein paar Zahlen: Bauzeit: 5 + 12 = 17 Jahre, Kosten (vorläufig): 2,5 + 12.1 = 14.6 Milliarden USD.
Sollte dieses damals "vollmundig angepriesene Bauwerk" nicht ein "innovatives Leuchtturmprojekt" der französischen Nuklearindustrie werden ?
Der Französische Rechnungshof ist da eindeutig:
"La Cour des comptes a émis des critiques sur l'industrie nucléaire française, soulignant des
retards et surcoûts pour les réacteurs EPR et des risques financiers liés à la relance du nucléaire. Elle a également alerté sur les besoins d'investissements massifs d'EDF pour la maintenance et le nouveau parc, tout en soulignant les difficultés de rentabilité de certains projets comme l'EPR de Flamanville."
In Frankreich ist übrigens die Nuklearindustrie zu 100 % in staatlicher Hand.
Weitere Beispiele: Oikiluoto in Finnland und Hinkley Point C in GB. Letzteres ein besonders krasses Beispiel: Da der Reaktor wohl kaum jemals profitabel werden wird, hat der britische Staat schon vor der Fertigstellung EDF (!) eine Preisgarantie auf den zu produzierenden Strom gegeben.
Baukosten: 25 + 34 = 59 Milliarden USD.
Auf die Gegenargumente der Herren Wahl et al. darf man gespannt sein.
Wer gerne jetzt abends am Kamin Schauergeschichten lesen möchte, der soll sich den Wikipedia-Artikel "Kernkraftwerk Hinkley Point" auf Wikipedia zu Gemüte führen.
Leider kein Märchen, sondern unglaubliche Realität.
Was meint denn der Herr Wahl dazu?
Anscheinend... nichts ?
Sehr geehrter Herr Schleck,(Und auch Herr Wahl)
Selbst wenn Sie noch 20 andere "Finzielle Katastrophenplanungen" von Kernkraftwerken angeben,wird die in Ihren Augen wunderbare Errungenschaft dieser Insel nicht besser.Es ist und bleibt auch da ein mehr als großer Makel hängen. Da kann noch so viel verniedlicht werden,es bleibt ein finanzielles Desaster.
Aber das ist man ja von öffentlichen Arbeiten überall schon gewohnt.
Ja,Herr Wahl hat wohl recht,genau wie Sie wohl auch.
Aber dieses Kleinekinderbenehmen,ist einfach lächerlich,das gilt übrigens für beide Seiten.
Hauptsache einer hat das letzte Wort,das salbt wohl das eigene Ego...
Nichts für Ungut...
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