Antibiotikaeinsatz bei Tieren ist in Belgien stark gesunken

<p>Belgien meldet deutlichen Rückgang bei Antibiotika für Nutztiere.</p>
Belgien meldet deutlichen Rückgang bei Antibiotika für Nutztiere. | Foto: picture alliance/dpa

Für das Wissenszentrum Amcra, das sich hierzulande mit Antibiotikaeinsatz und -resistenzen bei Tieren befasst, sind die Entwicklungen ein wichtiger Meilenstein: „Diese ermutigenden Ergebnisse bieten eine solide Grundlage, um den verantwortungsvollen Antibiotikaeinsatz auch in Zukunft zu sichern.“

Seit 2017 erfasst ein nationales Monitoring-System systematisch den Antibiotikaeinsatz in der Schweinehaltung, bei Mastkälbern, Masthühnern und Legehennen. 2023 wurde das System deutlich ausgeweitet – seither werden auch Daten aus der Rinder- und Putenhaltung sowie weiteren Geflügelkategorien gesammelt. Ziel ist es, Landwirte und Tierärzte für das Problem der Antibiotikaresistenzen zu sensibilisieren und gezielt dort einzugreifen, wo über mehrere Jahre hinweg überdurchschnittlich viele Antibiotika verwendet werden.

Ab 2026 wird auch der Einsatz bei anderen Nutztieren wie Schafen, Ziegen, Enten, Kaninchen und Fischen erfasst. Ab 2029 folgt schließlich eine Ausweitung auf Haustiere.

Parallel dazu arbeitet die föderale Regierung gemeinsam mit Branchenverbänden an einer neuen „Antibiotikakonvention“, mit der die von Amcra im Rahmen der Vision 2030 festgelegten Reduktionsziele erreicht werden sollen. Zudem befindet sich ein neuer nationaler Aktionsplan zur Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen in Vorbereitung. Dieser folgt dem „One Health“-Ansatz, der den Schutz von Mensch, Tier und Umwelt als gemeinsames Ziel sieht und die Wirksamkeit von Antibiotika langfristig sichern soll. (belga/calü)

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