„Es war höchste Zeit für einen Neuanfang“, sagt der 38-jährige zweifache Vater aus Eupen. Seit 15 Jahren arbeitet er bei GE-Media und war maßgeblich an der Entwicklung der neuen App beteiligt. „Die alte App war technisch in die Jahre gekommen. Wir wollten nicht einfach reparieren, sondern etwas komplett Neues schaffen – etwas, das den heutigen Nutzungsgewohnheiten gerecht wird.“
Die bisherige App war funktional, aber stark limitiert. „Wir konnten damals keine Familienanzeigen, Immobilien oder weitere Serviceangebote integrieren, weil das technisch gar nicht vorgesehen war“, erklärt Wetzels. „Im Prinzip haben wir einen Oldtimer gepflegt – und die Reparaturkosten wurden immer höher.“
Mit jedem Jahr wurde die Wartung aufwendiger. „Wir mussten ständig nachjustieren, weil sich die technischen Anforderungen von Apple und Google verändert haben. Irgendwann war klar: Wir brauchen eine stabile, moderne Grundlage, damit die App langfristig bestehen kann.“
Für das kleine Entwicklungsteam von GE-Media war das ein großer Schritt – auch finanziell. „Eine App neu aufzubauen ist immer eine Investition“, sagt Wetzels. „Aber es war der einzige Weg, um sicherzustellen, dass unsere App zukunftsfähig bleibt und nicht irgendwann aus den App-Stores verschwindet.“
Er selbst war dabei nicht nur technischer Koordinator, sondern auch kreativer Kopf. Gemeinsam mit Kollege Fabrice Bongartz kümmerte er sich um Übersetzungen, Layouts und die Integration zusätzlicher Module. „Wir konnten live mitarbeiten, Dinge direkt testen und anpassen. Das hat richtig Spaß gemacht – vor allem, wenn man sofort sieht, wie die Änderungen in der App wirken.“
Eine Anwendung, die alles vereint
Über ein Jahr lang wurde an Konzept, Design und Umsetzung gearbeitet. Ziel war klar: eine App, die alles bietet, was auch auf www.grenzecho.net zu finden ist – und noch mehr. „Die alte App war sehr ‚basic‘. Jetzt können Nutzer Nachrichten lesen, das E-Paper öffnen oder im Archiv stöbern – alles mit wenigen Fingertipps.“
Besonders stolz ist Wetzels auf die neue Funktion „Hinweis senden“: „Leserinnen und Leser können der Redaktion unkompliziert Fotos, Videos oder Beobachtungen schicken. Das stärkt den Austausch mit der Community enorm.“
Die App bietet weiterhin die wichtigsten Nachrichten aus Ostbelgien, Belgien und der Welt – aber in neuer Form. Der bekannte Nachrichtenfeed bleibt, wurde aber optisch und technisch verbessert. Hinzu kommen viele neue Bereiche: „Regionales“ mit der Unterrubrik „Gemeinde“, in der man nur Nachrichten aus dem eigenen Umfeld sieht, ein deutlich ausgebauter Sportbereich mit Ergebnissen, Tabellen und Filterfunktionen sowie Familienanzeigen, Immobilien und Jobs direkt in der App.
Ein echtes Highlight ist das PDF-Archiv ab 1945: „Man kann nun historische Ausgaben, den Wochenspiegel oder das Kurier-Journal direkt digital durchstöbern – das ist schon etwas Besonderes“, sagt Wetzels.
Die neue App läuft auf Android 9 oder höher sowie iOS 15 oder neuer. Damit sind Geräte unterstützt, die nicht älter als etwa sechs bis zehn Jahre sind. „Uns war wichtig, dass die App auf möglichst vielen Geräten stabil läuft“, erklärt Wetzels. „Gleichzeitig wollten wir moderne Standards nutzen – Sicherheit, Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit standen ganz oben.“
Künftig sollen regelmäßig Updates folgen – alle sechs Wochen sind Verbesserungen und neue Funktionen geplant. Neben einer Vorlesefunktion und KI-Zusammenfassungen sollen dabei auch die letzten kleineren Kinderkrankheiten der App schrittweise behoben werden.
Die GrenzEcho-App sucht in Ostbelgien ihresgleichen.
„Wir sind das einzige journalistische Medium in Ostbelgien, das eine eigene Nachrichten-App anbietet“, betont Wetzels. „Darauf bin ich schon ein bisschen stolz. Denn es zeigt, dass das GrenzEcho digital stark aufgestellt ist – und wir an die Zukunft glauben.“
Wenn er die App heute öffnet, ist auch etwas persönliche Zufriedenheit dabei. Natürlich war es viel Arbeit und am Ende auch mit einigem Stress“, sagt er und lächelt. „Aber ich glaube, das ist genau die App, die sich jeder Leser immer gewünscht hat.“
Bei Problemen mit der neuen App hilft das GrenzEcho-Team weiter – telefonisch unter +32 (0)87/59 13 00, per E-Mail an abo@grenzecho.be oder direkt vor Ort in unseren Räumlichkeiten in Eupen und St.Vith.

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