In der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober waren über dem militärischen Lager in Ostbelgien mehrere Drohnen beobachtet worden. Woher diese stammten, ist weiterhin unklar. Francken erklärte, das Ermittlungsverfahren laufe derzeit, weshalb keine weiteren Einzelheiten mitgeteilt werden könnten. Belgien arbeite eng mit den deutschen Behörden zusammen. Ziel sei es, die Herkunft der Drohnen und den Zweck der Flüge zu klären.
Zur Erhöhung der Wachsamkeit habe das Verteidigungsministerium laut Francken bereits eine Informationskampagne innerhalb der Streitkräfte gestartet. Soldaten sollen besser sensibilisiert werden, verdächtige Flugbewegungen rasch zu melden. Die belgische Armee verfüge über technische Mittel, um Drohnen zu orten, zu stören oder im Notfall „kinetisch zu neutralisieren“. Für Letzteres sei jedoch eine klare rechtliche Grundlage nötig. Diese soll im geplanten Verteidigungskodex geschaffen werden, um militärisches Handeln rechtlich abzusichern.
Ferner sind im Programmgesetz Investitionen in neue Abwehrsysteme gegen Drohnen vorgesehen. Belgien beteiligt sich zudem an einem europäischen Programm zur Entwicklung gemeinsamer Drohnenabwehrstrategien. „Es gibt viele Sichtungen, und wir müssen schnell und effizient reagieren, um dieser Bedrohung angemessen begegnen zu können“, sagte Francken. (belga/svm)

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