Die Bilanz der Aktion kann sich sehen lassen: 31 strafrechtliche Verstöße wurden festgestellt – darunter acht Drogendelikte und zehn Fälle illegalen Aufenthalts. Drei Personen gingen den Beamten ins Netz, weil gegen sie Haftbefehle vorlagen. 20 Fahrer standen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, ein Autofahrer wurde mit 140 km/h in einer 70er-Zone gestoppt. Im Güterverkehr verhängte der Zoll Bußgelder in Höhe von 26.000 Euro.
Auch zahlreiche ostbelgische Kräfte waren im Einsatz. Die Polizeizonen Weser-Göhl und Eifel beteiligten sich ebenso wie die föderale Polizei Eupen, die Autobahnpolizei Lüttich, die Eisenbahnpolizei und der Zoll Eupen. Gemeinsam mit den Kollegen aus Deutschland und den Niederlanden bildeten sie zahlreiche Kontrollposten, etwa in Lichtenbusch.
Neben Alkohol- und Drogenfahrten standen insbesondere Schleuserkriminalität, illegale Migration sowie Einbruchskriminalität im Fokus. Kontrolliert wurde nicht nur auf den großen Verkehrsachsen, sondern auch in Zügen der Region. Die Polizei betont, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit unverzichtbar sei: Kriminelle nutzten die Grenzlage gezielt aus, um sich Vorteile zu verschaffen.
Die Aktion hatte aber nicht nur ein repressives Ziel. Die Behörden wollen mit ihrer Präsenz auch ein Signal der Geschlossenheit senden – und das kommt gut an. „Viele Menschen finden es positiv, dass wir kontrollieren. Es geht ja nicht nur um Kriminalität, sondern auch um Sicherheit im Straßenverkehr. Wer ohne Versicherung fährt und einen Unfall verursacht, schadet in erster Linie dem Opfer“, so Eric Hellebrandt, Pressesprecher der Polizeizone Weser-Göhl.
Die Großkontrolle in der Euregio Maas-Rhein wird regelmäßig wiederholt. Neben den konkreten Ergebnissen geht es den beteiligten Diensten auch darum, die enge Zusammenarbeit weiter auszubauen. Die detaillierte Bilanz mit allen Feststellungen will die Polizei in den kommenden Tagen veröffentlichen. (red/calü)

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