Allein im vergangenen Jahr erhielt der Flughafen in Deurne 5,4 Millionen Euro Unterstützung von der flämischen Regierung. Hinzu kamen 8,1 Millionen Euro vom Föderalstaat, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Zusammengerechnet bedeutet das: Jeder Passagier, der in Antwerpen startet oder landet, wird mit rund 65 Euro Steuergeld subventioniert.
Trotz dieser massiven Hilfen steckt der Regionalflughafen tief in den roten Zahlen. Im vergangenen Jahr verbuchte die Betreibergesellschaft einen Nettoverlust von 658.000 Euro, dazu kommen Schulden in Höhe von rund zehn Millionen Euro. Auch die liquiden Mittel schwinden rapide. Der Passagierverkehr ist seit Jahren rückläufig – im Durchschnitt nutzen nur noch rund 570 Reisende pro Tag den Flughafen.
Laut den Recherchen ist die finanzielle Situation inzwischen so kritisch, dass Gläubiger rechtlich die Auflösung der Gesellschaft beantragen könnten. Damit wäre das offizielle Insolvenzverfahren eingeleitet. (belga/rt)

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