„Code Rot“: Aktivisten aus Antwerpen müssen 24 Stunden in der Zelle bleiben

<p>Die Protestaktion bei ArcelorMittal, organisiert von einer europäischen Koalition einschließlich der Plattform für zivilen Ungehorsam „Code Rot“ am Samstag in Marchienne-au-Pont (Charleroi).</p>
Die Protestaktion bei ArcelorMittal, organisiert von einer europäischen Koalition einschließlich der Plattform für zivilen Ungehorsam „Code Rot“ am Samstag in Marchienne-au-Pont (Charleroi). | Foto: belga

In der Umgebung des Bahnhofs Antwerpen-Berchem hatte die Polizei am Samstagvormittag mehrere Aktivisten präventiv festgenommen. Sie waren auf dem Weg zur größeren Aktion von „Code Rot“ in der Wallonie.

Ein Sprecher von Code Rood erklärte am Samstagabend, die Aktivisten seien in einem Zug in Berchem durch einen „Vorwand über die Sprechanlage“ aufgehalten worden. Es sei ausgerufen worden, dass eine Person im Zug unwohl geworden sei. „Doch das war nur, um der Polizei Zeit zu verschaffen“, hieß es. Kurz darauf sei es für die Beamten ein Leichtes gewesen, die Aktivisten festzunehmen – vor allem anhand früherer Identifizierungen aus dem Archiv. Wie üblich hätten solche Aktivisten auf dem Weg zu einer Aktion keinen Personalausweis bei sich. Laut „Code Rot“ wurden einige Aktivisten am Samstagabend weiterhin festgehalten. Die lokale Polizei teilte mit, es handle sich um Personen, die sich weigerten, ihre Identität preiszugeben. Nach Angaben des Sprechers würden die Aktivisten zudem einer speziellen 3D-Gesichtsscan-Untersuchung unterzogen. (belga/sc)

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