Die Funde reichen von kleinen Alltagsgegenständen wie Räucherholzplättchen, Schalen oder Kistchen bis hin zu vier massiven Holzskulpturen in Elefantenform, die jeweils mehrere Hundert Kilo wogen. Hauptursprungsländer sind Indien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kamerun.
Um illegale Holzarten zu identifizieren, setzen die Zöllner auf Risikoanalysen, Scans und in Zweifelsfällen auf detaillierte Untersuchungen im spezialisierten Labor in Vilvoorde. Dort können Experten mittels Analysen bestimmen, ob es sich um geschützte Arten handelt. „Die Regelungen sind äußerst komplex. Manchmal ist eine Holzart in einer bestimmten Form erlaubt, in einer anderen wiederum nicht“, erklärt Kristian Vanderwaeren, Generaldirektor der Zollverwaltung. In den letzten Jahren wurden die Kontrollen deutlich verstärkt: 2023 gab es 300 Prüfungen mit 28 Verstößen, 2024 waren es 617 Kontrollen mit 18 Beanstandungen. Verdächtige Sendungen kommen häufig aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Indien oder Kamerun. Trotz knapper Mittel will die Zollverwaltung weiter in Technik und Personal investieren, um mehr illegales Holz aufzuspüren.
Die rechtliche Grundlage ist die internationale Konvention CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora). Sie gilt in 185 Ländern und wurde auch in belgisches Recht umgesetzt. Ziel ist, den Handel mit mehr als 40.000 gefährdeten Tier- und Pflanzenarten zu regulieren, um sie vor Übernutzung und ökologischen Schäden zu schützen. Auch die Politik bekräftigte am Mittwoch die Bedeutung der Arbeit.
Finanzminister Jan Jambon (N-VA) bezeichnete Regenwälder als „die Lungen der Welt“ und verwies auf ihren Beitrag zur Verringerung von CO₂-Emissionen. Umweltminister Jean-Luc Crucke (Les Engagés) hob den Schutz der Biodiversität hervor: „Wenn wir die Wälder bewahren, schützen wir auch unsere Gesundheit, unser Klima, unsere Wirtschaft und die Zukunft unserer Kinder.“ (belga/gz)

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