Titelverteidiger Evenepoel startete um 16 Uhr als letzter Fahrer auf die 40,6 Kilometer lange Strecke in Ruanda – und fegte sofort alle Zweifel an seiner Form von der Straße. Bereits am ersten Zwischenpunkt nach 10,6 Kilometern war er satte 45 Sekunden schneller unterwegs als der ebenfalls als Topfavorit gehandelte Tadej Pogacar.
Der Slowene hatte Evenepoel im Bergzeitfahren der Tour de France düpiert, ehe der Belgier am Folgetag ausgestiegen war. Was „normale“ Einzelzeitfahren betrifft, führt Evenepoel im direkten Vergleich mit Pogacar deutlich.
Und so wuchs der Vorsprung des künftigen Profis von Red Bull – BORA – hansgrohe auf Pogacar am Sonntag rasch an: 1:42 Minuten nach 19,8 Kilometern, 1:51 Minuten am nächsten Zwischenpunkt.
Zwei Kilometer vor der Ziellinie machte Evenepoel seine Machtdemonstration perfekt und überholte den 2:30 Minuten früher gestarteten Pogacar am letzten Anstieg – eine phänomenale Vorstellung des 25-jährigen Belgiers. Im Ziel stoppte die Uhr bei 49:46 Minuten – 2:37 Minuten schneller als bei Pogacar, der sich mit Platz vier begnügen musste.
Evenepoel-Teamkollege Ilan Van Wilder überraschte mit einem starken dritten Platz. Jay Vine wurde Zweiter, der Australier hatte einen Rückstand von 1:14 Minuten auf Evenepoel. (mn)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren