Das „Green LUPO“-Projekt setzt den Fokus auf Nachhaltigkeit

<p>Am Mittwoch, 25. Juni, und Donnerstag, 26. Juni, findet der erste gemeinsame Fachworkshop des internationalen Projekts in Eupen statt.</p>
Am Mittwoch, 25. Juni, und Donnerstag, 26. Juni, findet der erste gemeinsame Fachworkshop des internationalen Projekts in Eupen statt. | Illustrationsbild: Martin Schutt/dpa

Am Mittwoch, 25. Juni, und Donnerstag, 26. Juni, findet der erste gemeinsame Fachworkshop des internationalen Projekts in Eupen statt. Neben Vorträgen von Prof. Dr. Jean-Marie Halleux von der Universität Lüttich, Hélène Terlez von der Regionalplanungsbehörde der Normandie und Prof. Dr. Martin Behnisch vom Dresdner Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. (IÖR) wird in Arbeitsgruppen mit europäischen und lokalen Fachleuten zum Thema „Assessing, monitoring & classifying land: when is land ‚taken‘, when is it valuable natural space?“ gearbeitet. Eingeladen sind neben Projektpartnern und Experten Fachleute der Raumplanung.

Zunehmende Verstädterung: Gefahr für Mensch und Natur

Was zunächst klingt wie ein Problem der Großstädte, betrifft auch Ostbelgien. „Verstädterung“ meint die immer exzessivere Bebauung freier Flächen für Wohnen, Energie-Infrastrukturen, soziale Einrichtungen, Industriegebiete etc. Dies hat negative Auswirkungen auf die Umwelt und den Menschen. Die Zersiedlung zerschneidet den natürlichen Raum und beeinträchtigt das Landschaftsbild. Zunehmende Bebauung und steigender Flächenverbrauch haben Folgen für die Artenvielfalt und beschleunigen im schlimmsten Fall das Artensterben. Land, das für den Bau neuer Siedlungen genutzt wird, steht der Landwirtschaft und damit der Lebensmittelproduktion nicht mehr zur Verfügung. Eine weitere Bodenversiegelung verstärkt das Risiko von Überschwemmungen und die Austrocknung des Bodens in Hitzeperioden, da der Wasserabfluss beschleunigt wird. Und das sind nur einige Beispiele, die für das ländliche Ostbelgien besonders wichtig sind.

Interrreg-Projekt birgt viel Potenzial für Ostbelgien.

Die nachhaltigere Nutzung der Flächen in Stadt und Land erfordert also eine neue Art von Raumplanung. Das Interreg-Projekt „Green LUPO“ ermöglicht es, gemeinsam mit den internationalen und regionalen Partnern Praxisbeispiele und Lösungsansätze zu erkunden und zu entwickeln. Diese Erkenntnisse sollen in die Reform der Raumordnungsgesetzgebung für die Gemeinschaft eingespeist werden.

Im Verlauf des Projekts werden lokale Experten u.a. aus Ministerium, Bauernbund, Naturpark, WFG, Dreiländerpark und vom Öffentlichen Dienst der Wallonie in den Zuständigkeiten Landwirtschaft, Natürliche Ressourcen und Umwelt in einer Fachgruppe das Thema und die Ideen für Ostbelgien erarbeiten, die der Reform der Raumordnung zugutekommen.

Hintergrund: Das ist das Interreg-Projekt „Green LUPO“

Die Abkürzung steht für Greening land-use policies by land management to protect and restore nature and biodiversity”, zu Deutsch: Ökologisierung der Flächennutzungspolitik durch Raumplanung zum Schutz und zur Wiederherstellung von Natur und biologischer Vielfalt. Die zehn Projektpartner sind regionale Raumordnungsbehörden aus Ostbelgien, Deutschland, Lettland, Polen, Rumänien, Italien, Griechenland, Frankreich, Albanien und Bosnien-Herzegowina. (red/nc)

Die Veranstaltungssprache ist Englisch. Interessierte können sich unter +32 87 598 530 oder Lucyna.Zalas@dgov.be melden. Weitere Infos zum Projekt gibt es online unter www.ostbelgienlive.be/greenlupo

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