OstbelgienFestival belebt Hergenrath: Wenn der Zirkus das Konzert übernimmt

<p>Das Duo Gama hält einige Überraschungen bereit.</p>
Das Duo Gama hält einige Überraschungen bereit. | Foto: Duo Gama

Das OstbelgienFestival lädt zu einem Konzert ein, das die Grenzen zwischen Kunst und Unterhaltung gehörig aufmischt und die Fantasie kleiner und großer Zuhörer gleichermaßen beflügelt.

Den Auftakt macht das Bläserquintett „NOW-Brass-V“, das mit einer musikalischen Entdeckungsreise durch verschiedene Epochen und Stile den Abend eröffnet. Die Bandbreite reicht von den festlich-euphorischen Klängen in Landscapes bis zur melancholischen Tiefe von Billie Eilish und Finneas O’Connell in No Time to Die. Dazwischen sorgt The Irish Washerwoman mit einer kräftigen Portion tanzenden irischen Humors für Schwung, bevor Klaus-Peter Bruchmanns Serenade und Marsch den perfekten Übergang zur Hauptattraktion des Abends schafft.

Und dann kommt das Duo Gama – bereit, das Publikum mit seiner Show Déconcerto in eine Welt voller absurden Humors und akrobatischer Genialität zu entführen. Ihre Instrumente sind alles andere als gewöhnlich: Ein Xylophon wird mit den Füßen gespielt, Gläser werden mit Löffeln zum Leben erweckt, und bekannte Meisterwerke der Klassik, wie Bach, treffen auf unkonventionelle Klänge aus der Country-Welt à la Johnny Cash.

Dabei entsteht eine faszinierende Mischung aus Walzern, Country und virtuosen, spielerischen Einlagen, die jede Erwartung übertrifft. Das Duo schlägt eine charmante Brücke zwischen den Welten der hohen Kunst und der populären Musik – und alles wird auf eine Weise präsentiert, die gleichermaßen originell wie humorvoll ist. Ohne ein einziges Wort entführen sie das Publikum in ihre Welt der Fantasie und Überraschung. Mit bunten Krawatten, einer Portion Zirkusgeist und einem Hauch Burleske bieten sie eine Darbietung, die weit mehr ist als nur Musik: ein Spektakel, in dem sich Virtuosität und Humor die Hand reichen.

Man könnte sagen, es ist ein „Konzert mit Überraschungen“ – oder vielleicht ein Konzert, das sich selbst in Frage stellt. Klassische Musik wird hier in neue Formen gepresst, Zirkuskunst trifft auf Virtuosität, und der Humor schleicht sich in jedes musikalische Detail. Am Ende des Abends bleibt nur eine Frage: War es ein Konzert? Ein Zirkus? Oder vielleicht ein bisschen von beidem – aber garantiert nichts, was man erwartet hätte. (red/mo)

Tickets sind unter www.obf.be erhältlich.

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