Beschneidungen: Ermittlungen in jüdischer Gemeinde

<p>Beschneidungsbesteck, ein Messer und ein Vorhautschutz, liegen auf einem jüdischen Gebetbuch.</p>
Beschneidungsbesteck, ein Messer und ein Vorhautschutz, liegen auf einem jüdischen Gebetbuch. | Foto: picture alliance / dpa

Im Judentum gibt es seit Jahrhunderten das Ritual der „Brit Mila“: Bei Jungen wird kurz nach der Geburt die Vorhaut entfernt.

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Kommentare

  • "„Wir prüfen, ob eine illegale Ausübung der Heilkunde stattgefunden hat.“
    Wenn es denn wenigsten Heilkunde wäre.
    Dieses Wort bezeichnet die menschlichen Kenntnisse und Fähigkeiten über die Entstehung, Heilung und Verhinderung (Prävention) von Krankheiten.
    So die Definition.
    Welche Krankheit wird denn durch die Beschneidung geheilt oder präventiv verhindert?
    Keine !
    Man kann es drehen und wenden, wie man will, dieses archaische Ritual ist ein ungerechtfertigter Eingriff in die Unversehrtheit eines Menschen, zumal es fast immer an wehrlosen Säuglingen oder Kindern vollzogen wird, die nicht in der Lage sind, sich frei dafür zu entscheiden.
    Wenn ich eine Religion gründen würde, die verlangen würde, dass die Eltern ihren männlichen (die weiblichen Neugeborenen sind der Gottheit egal) Nachkommen ein Ohr einzukerben, als Zeichen der Auserwähltheit, würde man mich dann gewähren lassen? Es wäre aber nur die Ausübung meiner Religionsfreiheit.

  • Danke für diesen Kommentar, Herr Schleck!

    Wenn man die Vorstellung in allen abrahamitischen Religionen zu Ende denkt, dass der Mensch Resultat göttlicher Schöpfung, ja gar die Krone dieser Schöpfung sein soll, muss die Frage erlaubt sein, warum dieser Gott Männer mit einer Vorhaut ausgestattet hat, um sie dann in einem archaisch-absurden - man mag fast sagen perversen - Akt, Säuglingen oder kleinen Kindern wieder abzuschneiden.
    Ist dieser Gott ein Masochist, ein schöpferischer Stümper oder seine Anhänger in ihrer Verblendung über die von ihnen selbst geschaffenen Götter und Religionen derart gestört, dass sie nicht mehr in der Lage sind, die Falschheit und Absurdität ihres Handelns zu erkennen?

    Noch menschenverachtender und frauenfeindlich sind die aus welcher Motivation (Tradition, Kultur, Religion, Machismus,…) auch immer betriebene Genitalverstümmlungen von Mädchen und jungen Frauen.

    Beide Rituale von medizinisch nicht indizierten Genitalverstümmelungen sollten in einer aufgeklärten Gesellschaft und einem Rechtsstaat, der die Menschen- und Kinderrechte achtet, verboten sein. Für Anhänger welcher Religion oder aus welch’ vorgeschobenen Gründen auch immer.

  • 'Vorsätzliche besonders schwere (weil mit lebenslangen Folgen) Körperverletzung/Verstümmelung von Schutzbefohlenen' müsste man es vielleicht eher nennen...?

    Aber unter dem Deckmantel der Religion ist das ja alles nur "Ritual" oder "Kultur". Pervers in der Tat.

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3 Comments