Immer mehr Belgier arbeiten in Luxemburg - „Wir verlieren doppelt“
Grenzverkehr
Lesedauer: 2 min
Die Zahl der belgischen Arbeitnehmer in Luxemburg ist von 32.600 im Jahr 2007 auf zuletzt fast 50.000 gestiegen. Das geht aus neuesten Zahlen des Landesinstituts für Kranken- und Invalidenversicherung (Likiv/Inami) hervor, die am Mittwoch von der Tageszeitung „La Libre Belgique“ veröffentlicht wurden.
Immer mehr Belgier düsen zum Arbeiten über die Grenze.
| Illustrationsbild: dpa
Aber nicht nur in Luxemburg legen vermehrt Belgier Hand an. Auch Frankreich und Deutschland nehmen mehr belgische Erwerbstätige auf als zuvor. Wie „La Libre Belgique“ schreibt, überqueren regelmäßig etwa 8.400, die die Grenze nach Frankreich.
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Von Martin Henke - Mittwoch 22 November 2023, 13:00
Statt das „Steuerflucht“ zu nennen und die betroffenen Arbeitnehmer unreflektiert zu Schuldigen zu machen, sollten die Finanzminister der Länder die existierenden Doppelbesteuerungsabkommen überprüfen und an eine moderne, durchaus auch grenzüberschreitende Arbeitswelt anpassen. Und zwar so, dass sowohl die beteiligten Staaten, die betroffenen Behörden als auch die Arbeitnehmer davon profitieren.
Von Norbert Schleck - Donnerstag 23 November 2023, 10:14
Will Professor Hindriks wirklich alle Belgier, die im benachbarten Ausland arbeiten, als "Steuerflüchtlinge" bezeichnen und stigmatisieren?
Dabei nutzen sie doch nur durchaus legal die Vorzüge der Europäischen Union in punkto Freizügigkeit der Arbeitnehmer (und nicht nur des Kapitals).
Illegal ist nur die Steuerhinterziehung, die Kapital ins Ausland schafft und dort erwirtschaftete Erträge nicht hier versteuert. Das ist strafbar,
Wollten die Regierungen der Steuerflucht (und der damit oft verbundenen Steuerhinterziehung) wirklich einen Riegel vorschieben, so sollten sie mal damit anfangen, in der EU selbst für Ordnung zu sorgen, denn die Steuerparadiese liegen nicht nur auf den Kaimaninseln:
"Weltweit belegte Deutschland 2018 Platz 7 beim Schattenfinanzindex des Netzwerks Steuergerechtigkeit und wurde ein „sicherer Hafen für Schwarzgeld“ genannt. Deutschland wurde 2019 auf Platz 2 als eines von zehn europäischen Steuerparadiesen aufgeführt, vor Irland und Jersey.." (Wikipedia "Steueroase")
Auch Belgien mischt da mit und llockt der Möglichkeit, das Eigenkapital mit einem fiktiven Zinssatz zu belasten, um so die Steuerlast zu senken. Ein Trick vom damaligen Finanzminister Reynders.
Aber den Arbeitnehmer, der jeden Tag nach D oder L pendelt, zu diskreditieren, das ist natürlich einfacher...
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Statt das „Steuerflucht“ zu nennen und die betroffenen Arbeitnehmer unreflektiert zu Schuldigen zu machen, sollten die Finanzminister der Länder die existierenden Doppelbesteuerungsabkommen überprüfen und an eine moderne, durchaus auch grenzüberschreitende Arbeitswelt anpassen. Und zwar so, dass sowohl die beteiligten Staaten, die betroffenen Behörden als auch die Arbeitnehmer davon profitieren.
Will Professor Hindriks wirklich alle Belgier, die im benachbarten Ausland arbeiten, als "Steuerflüchtlinge" bezeichnen und stigmatisieren?
Dabei nutzen sie doch nur durchaus legal die Vorzüge der Europäischen Union in punkto Freizügigkeit der Arbeitnehmer (und nicht nur des Kapitals).
Illegal ist nur die Steuerhinterziehung, die Kapital ins Ausland schafft und dort erwirtschaftete Erträge nicht hier versteuert. Das ist strafbar,
Wollten die Regierungen der Steuerflucht (und der damit oft verbundenen Steuerhinterziehung) wirklich einen Riegel vorschieben, so sollten sie mal damit anfangen, in der EU selbst für Ordnung zu sorgen, denn die Steuerparadiese liegen nicht nur auf den Kaimaninseln:
"Weltweit belegte Deutschland 2018 Platz 7 beim Schattenfinanzindex des Netzwerks Steuergerechtigkeit und wurde ein „sicherer Hafen für Schwarzgeld“ genannt. Deutschland wurde 2019 auf Platz 2 als eines von zehn europäischen Steuerparadiesen aufgeführt, vor Irland und Jersey.." (Wikipedia "Steueroase")
Auch Belgien mischt da mit und llockt der Möglichkeit, das Eigenkapital mit einem fiktiven Zinssatz zu belasten, um so die Steuerlast zu senken. Ein Trick vom damaligen Finanzminister Reynders.
Aber den Arbeitnehmer, der jeden Tag nach D oder L pendelt, zu diskreditieren, das ist natürlich einfacher...
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