Gelungene Premiere von „Ostbelgien got Talent" im Alten Schlachthof

<p>Jana Laschet (rechts) und Elisa Sharipova harmonieren.</p>
Jana Laschet (rechts) und Elisa Sharipova harmonieren. | Fotos: Dennis Janssens

Sanfte Gitarrenklänge strömen aus den Lautsprechern der Halle im Alten Schlachthof. Noch ein wenig vorsichtig startet Adrian Cormann mit den ersten Akkorden einer Coverversion von Billie Eilishs „Happier than ever“ in den Abend, die aber bald Tempo aufnimmt. Und schon bei Song Nummer zwei, dem mit Jana Laschet im Duett gesungenen „Give Your Heart a Break“ in der Glee Cast Version, taut auch der 15-jährige Adrian, der es bei der Sat-1-Show „The Voice Kids" bis ins Finale geschafft und für den das Spielen mit einer eigenen Band eine Premiere ist, spürbar auf.

Dass es ihr Spaß macht, sieht man Jana Laschet sofort an. Hochkonzentriert im Stück, charmante Moderatorin dazwischen: Die 23-jährige Eupenerin, die mit elf Jahren zum ersten Mal auf einer Bühne stand, weiß zu unterhalten. Und freut sich, die rund 250 Zuschauer im Saal ebenso begrüßen zu können wie mit Philippe Reul (Keyboards/Gitarre), Daniel Chavet (Gitarre), Pascal Den Tandt (Drums) und Stephan Klinkenberg (Bass) die vier erfahrenen Musiker, die eigens für diesen Abend eine Begleitband für die beiden jungen Gesangstalente gegründet haben. Und damit noch nicht genug: Über das angekündigte Sechsergespann hinaus steht mit Elisa Sharipova teilweise noch ein weiteres junges Gesangstalent aus der Region auf der Bühne. „Elisa wird die zweite Stimme für mich machen“, freut sich Jana Laschet zu vermelden.

<p>Voneinander lernen und gemeinsam Spaß auf der Bühne haben lautet die Devise.</p>
Voneinander lernen und gemeinsam Spaß auf der Bühne haben lautet die Devise.

Man spürt: Da haben sich Musikbegeisterte gefunden. Für den Konzertabend haben sie bei diversen Proben an Coverversionen geschliffen hauptsächlich von Pop-Songs, aber auch eine Prise Rock, etwas Soul, R’n’B und Jazz wird den gut 250 Zuschauern serviert. Mit dieser Zahl, so bilanzieren die Musiker tags darauf, könne man durchaus zufrieden sein angesichts der Vielzahl an sportlichen wie kulturellen Veranstaltungen samt Martinszug, die an diesem Samstagabend Besucher in Eupen anlockten. „Wir denken, dass es in allen Belangen ein sehr gelungener Abend war“, lautet das Fazit. Die drei jungen Gesangstalente hätten „sehr gut abgeliefert, ein ganz großes Lob dafür“, betont Stephan Klinkenberg. Es sei schließlich kein Selbstläufer, sich zweimal knapp eine Stunde lang alleine dort vorne hinzustellen und zu performen.

Aber auch, was Klinkenberg, Reul, Chavet und Den Tandt aus ihren Instrumenten herausholen, kann sich mehr als sehen lassen. Tolle instrumentale Soli bereichern immer wieder die Stücke – und doch stellen die vier „alten Hasen“, die gemeinsam auf gut 130 Jahre Bühnenerfahrung kommen und die Begleitband sozusagen zur „Kulturförderung junger ostbelgischer Talente“ gegründet haben, ihr Können nie zur Schau. In unauffälligen Klamotten sitzen und stehen sie als perfekte Begleiter mehr im Hintergrund.

Viel Applaus gibt es für die Duett-Version von „Say Something“ (Christina Aguilera) ebenso wie für den Balladen-Klassiker „Another love“ von Tom Odell. Bevor Adrian Cormann dann das Stück „Everything“ von Jazzsänger Michael Bublé anstimmt, verrät er augenzwinkernd: „Das ist ein Song, den meine Mutter ausgesucht hat.“

Und war das eine einmalige Sache? Oder darf man auf eine Wiederholung von „Ostbelgien got Talent“ hoffen? Die Antwort von Klinkenberg klingt jedenfalls so: „Das sollte kein einmaliges Projekt sein, wir werden bestimmt noch mal zusammen irgendwo auftreten.“

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