In Kelmis geschieht dies im Nachmittag beim Küschspektakel. So auch in diesem Jahr. Nur Petrus war nicht ganz bei den Jecken: Von Sonnenschein bis Hagel war beim Umzug alles dabei. Die Wetterkapriolen konnten die Karnevalisten jedoch nicht abschrecken und so zog der bunte Lindwurm durch die Straßen der Göhlgemeinde. Am Abend gab Andy Göbbels, Präsident der Vereinigung Küschespektakel, eine erste Einschätzung ab: „Als ich eben vom Gemeindehaus aus losgezogen bin, habe ich selbst die Entscheidung getroffen, die große Runde zu gehen. Kurze Zeit später regnete und hagelte es. Es tat mir sehr leid, die Leute waren teilweise nass bis auf die Knochen. Doch in Kelmis sind die Karnevalisten nicht aus Zucker. Die kommen im Zelt an und machen dennoch sofort Party. Alles gar kein Problem. Die Party läuft, jeder hat Frohsinn, das ist die Hauptsache.“
Nachdem das GrenzEcho im vergangenen Jahr auf den Nachwuchs geschaut und im Jahr davor die Ex-Hofnarren begleiten durfte, liegt das Augenmerk diesmal auf den zahlreichen helfenden Händen, die zum Gelingen der Veranstaltung beitragen. Eine Veranstaltung dieser Größenordnung bedarf einer enormen Manpower. Rund 150 Ehrenamtliche sorgen im und um das Festzelt herum dafür, dass alles reibungslos über die Bühne geht. „Das Küschespektakel lebt vom Ehrenamt. Wir sind 13 Leute im Vorstand. Doch ohne die Hilfe der vielen Personen, die hier mit uns arbeiten, vorbereiten und abbauen, wäre es nicht möglich. Alle arbeiten unentgeltlich, wir laden sie jedoch zum Dank im August zu unserem Grillfest ein“, in dessen Rahmen auch der Reinerlös verteilt wird. „Nach jetzigem Stand gehen wir davon aus, dass die diesjährige Auflage des Küschespektakels sehr erfolgreich war und wir im August wieder eine schöne Summe verteilen können“, so Göbbels. Aufgrund des großen Besucherzuspruchs und der vielen Ehrenamtlichen ist davon auszugehen, dass auch in diesem Jahr einiges für wohltätige Zwecke übrigbleibt. In den ersten 34 Auflagen konnten bereits um die 355.000 Euro in der Region verteilt werden.
Doch zurück zu den tatkräftigen Unterstützern: Neben den vielen Sponsoren, die finanziell einiges mehr möglich machen, steht die Manpower im Mittelpunkt des Küschespektakels. Erst kürzlich musste aufgrund von Arbeiten im Ortskern kurzfristig noch der Zugweg umgelegt werden. Zudem gilt es die logistischen Herausforderungen zu meistern. Unzählige sind somit bereits in den letzten Tagen und Monaten mit den Vorbereitungen beschäftigt. Mit dem Aufbau des Festzelts und seiner Einrichtung stand bereits einige Arbeit im Vorfeld auf dem Plan. Während der Veranstaltung sind zum reibungslosen Ablauf weitere helfende Hände gefragt. Es gilt, die zahlreichen Zuschauer zügig mit Speis’ und Trank zu versorgen. Auch für die Kinderbetreuung ist am elften Elften gesorgt. Direkt nach dem Ende des Spektakels laufen dann die Abbauarbeiten an. Und für die Organisatoren ist bekanntlich nach dem Spiel auch vor dem Spiel.
Doch vorher ging die Party bis in die frühen Morgenstunden weiter. Dank der Hilfe fand so mit dem 35. Küschespektakel an der Göhl der Karneval seinen wohlverdienten Start. Weiter geht es in KeNeHeMo ab dem kommenden Wochenende mit den Kappen- und Kostümsitzungen.
Mehr Infos zum kanrevlaistischen Geschehen im KeNeHeMo-Land online unter kenehemo-karneval.be



Kommentare
Kommentar verfassen