In der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist die grenzüberschreitende Notfallversorgung seit einer gefühlten Ewigkeit ein großes Thema. Einige Gemeinden, die an NRW grenzen, wie Kelmis oder Raeren zum Beispiel, haben damit zu kämpfen, dass sie im Notfall wegen der Entfernung nicht so schnell zu erreichen sind wie andere. Durch eine grenzüberschreitende Notfallversorgung würde dieses Problem übergangen, denn oft wäre der Dienst aus Aachen beispielsweise schneller vor Ort.
„Seit Jahrzenten wird daran gearbeitet, bisher aber leider ohne Erfolg. Und dies, obschon es bereits seit vielen Jahren ein Abkommen mit dem Land Rheinland-Pfalz gibt“, so Minister Antoniadis. „Manchmal lag es daran, dass es in Deutschland nicht klar war, auf welcher Ebene die Unterzeichnung erfolgen musste. Manchmal aber auch, weil die zuständigen Minister wechselten oder Prioritäten neu ausgerichtet wurden“.
Bereits Anfang Juli konnte Minister Antoniadis nach eigenen Angaben diesbezüglich aber Weichen stellen, als er auf der Gesundheitsministerkonferenz Deutschlands NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sowie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach als Unterstützer in dieser Angelegenheit fand.
Ebenso konnte Antoniadis den föderalen Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit) überzeugen. So habe der Föderalstaat am Montag grünes Licht zum Entwurf gegeben. Nun müsse noch auf die Reaktion der deutschen Seite hierzu abgewartet werden. „Der Entwurf liegt nun auf dem Tisch! Allerdings werde ich erst wirklich zufrieden sein, wenn alle erforderlichen Unterschriften geleistet wurden. Aber ich bin zuversichtlich und könnte mir vorstellen, dass die Erklärung Ende des Jahres unterzeichnet werden kann. Wir standen diesem Abkommen noch nie so Nahe wie jetzt. Das wäre ein Meilenstein in der Gesundheitsversorgung der DG“, so der SP-Politiker abschließend. (red/sc)

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