Das Königliche Meteorologische Institut (IRM) in Uccle kündigte für Sonntag und Montag weitere Regenfälle an. Der Wind aus südwestlichen Richtungen werde an Stärke zunehmen und am Montag vor allem vormittags in Böen bis zu 70 oder sogar 90 Stundenkilometern erreichen, hieß es.
Auch Wetterdienste aus dem benachbarten Rheinland warnen vor schweren Sturmböen und schließen nicht aus, dass mancherorts Rosenmontagszüge abgesagt oder eingeschränkt werden müssen.
Die Temperaturen bleiben recht mild bei Werten zwischen 6 und 11 Grad. Am Dienstag wird es etwas kühler und die Schneefallgrenze könnte zeitweise auf 400m sinken.
Starke Einschränkungen für Kölner Rosenmontagszug.
Nach Prognosen des Deutschen Wetterdienstes werden Windstärken von 8 bis 9 in der Spitze am Montagvormittag „in der Fläche relativ breit“ über Nordrhein-Westfalen hinweg fegen. Dabei würden auch Köln, Düsseldorf und Teile des Ruhrgebiets wohl nicht ausgespart.
In der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt will sich am Sonntagnachmittag ab 17 Uhr eine Koordinierungsgruppe mit Vertretern von Stadt, Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften beraten, wie das Comitee Düsseldorfer Carneval der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Am späteren Sonntag oder erst Montagmorgen wolle man entscheiden, ob die Wagen rollen. In Düsseldorf kann der Zug bis Windstärke 7 stattfinden – ab Stärke 8 müsste er abgesagt werden. 2016 war der Umzug dort einem Sturm zum Opfer gefallen.
In Köln findet der Rosenmontagszug trotz des drohenden Sturmtiefs statt – allerdings mit erheblichen Einschränkungen. Das teilten das Festkomitee und die Stadt am Sonntagmittag mit. Auf tragbare Großfiguren, Fahnen, Schilder, Pferde und Kutschen müsse aus Sicherheitsgründen verzichtet werden.
Die Tribünen sollten zwar geöffnet bleiben, es würden aber Seitenverkleidungen entfernt, um dem Wind weniger Angriffsfläche zu geben. Zugleich betonte das Festkomitee, dass dieser Beschluss nur unter dem Vorbehalt gelte, dass sich die Witterungsbedingungen bis Montagvormittag nicht weiter verschlechtern. „Wir müssen den ‚Zoch‘ nach jetzigem Stand nicht komplett absagen“, sagte Alexander Dieper, Zugleiter des Kölner Rosenmontagszugs. „Unser abgestuftes, auf die speziellen Verhältnisse der Kölner Innenstadt zugeschnittenes Sicherheitskonzept ermöglicht es uns, flexibel auf die verschiedenen Herausforderungen des Wetters zu reagieren.“ (belga/dpa/mako)

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