So viele Tore hat Kevin De Bruyne Erling Haaland schon aufgelegt, nun sieht er seinem kongenialen Stürmerpartner von Manchester City erneut beim Feiern zu. Haaland hielt die Trophäe stolz in den Händen, lächelte zufrieden – und kündigte direkt weitere Großtaten an: Die norwegische Tormaschine ist nach einer atemberaubenden Premierensaison in der Premier League samt Triple-Gewinn und Torrekord zum besten Spieler Europas gewählt worden.
„Ich bin stolz, ich bin glücklich – ich habe das Triple gewonnen, als ich gerade 22 Jahre alt war“, sagte Haaland: „Es war mein Traum, als ich ein Kind war. Es ist etwas Besonderes. Es gibt mir so viel Motivation, noch mehr zu erreichen. Noch mehr Trophäen zu sammeln, ich bin so glücklich.“
Haaland setzte sich neben Kevin De Bruyne auch gegen den argentinischen Weltmeister Lionel Messi durch. Bei der Endrunde in Katar hatte Messi überragt, seine Saison bei Paris St. Germain war dagegen durchwachsen. Mittlerweile spielt der Dribbelkünstler, der die Auszeichnung bereits dreimal gewonnen hatte, für Inter Miami in der MLS.
Haaland wurde nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund zu den Sky Blues auf Anhieb Torschützenkönig der Premier League, mit einer überragenden Ausbeute von 36 Treffern in 35 Spielen. Mit City triumphierte er in der Champions League, der Meisterschaft und dem englischen Pokal. „Jetzt werden noch mehr Augen auf uns als Team und mich gerichtet sein - aber nochmal: Das motiviert mich nur“, sagte Haaland.
De Bruyne hingegen musste im Finale der Königsklasse zum zweiten Mal in Folge verletzt ausgewechselt werden. Der Rote Teufel und die Auszeichnung – das will einfach nicht passen.
Bei den Frauen durfte sich erneut eine Spanierin über die Wahl zu Europas bester Spielerin freuen. Aitana Bonmati vom FC Barcelona, die vor anderthalb Wochen mit Spanien bei der WM in Australien den Titel holte, setzte sich gegen ihre Landsfrau Olga Carmona (Real Madrid) und der Australierin Sam Kerr (FC Chelsea) durch.
Die Trainer-Wahl gewann wenig überraschend Citys Triple-Trainer Pep Guardiola, der laut Haaland einen großen Anteil am Erfolg von Manchester hat. „Er versucht ständig, aus mir und allen anderen bessere Spieler zu machen“, sagte der Norweger: „Wenn er mich dafür manchmal anschreien muss, bis ich begreife, was er von mir will, ist das kein Problem.“
Guardiola setzte sich gegen die beiden Italienern Simone Inzaghi (Inter Mailand) und Luciano Spalletti (SSC Neapel) durch. Sarina Wiegman, die mit Englands Frauen erst im WM-Finale Spanien unterlag, erhielt wie schon im letzten Jahr die Auszeichnung als Trainerin des Jahres. (sid/tf)

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